Kerosin-Mangel am Flughafen Frankfurt - Lufthansa reagiert
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 23:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Lufthansa DE0008232125 hat nach eigenen Angaben vorsorgliche MaĂnahmen ergriffen, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Dazu gehört, dass Flugzeuge auf ausgewĂ€hlten Verbindungen bereits vor dem Abflug nach Frankfurt zusĂ€tzlichen Kraftstoff aufnehmen. Mit Flugstreichungen sei deshalb derzeit nicht zu rechnen, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte.
Hintergrund der angespannten Versorgungslage ist laut Lufthansa unter anderem eine reduzierte KapazitĂ€t der Pipeline-Anbindung. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wird zudem der niedrige Rheinpegel als möglicher Belastungsfaktor fĂŒr die Versorgung genannt, da Tankschiffe den Fluss nur eingeschrĂ€nkt beladen befahren könnten.
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport DE0005773303 teilte mit, es finde derzeit eine turnusgemĂ€Ăe Wartung einer Pipeline statt, die auch den Flughafen mit Kerosin versorge. Ein Engpass durch diese Routine-Wartung werde wegen anderer Versorgungswege und groĂer Tank-Speichermöglichkeiten nicht erwartet. "Die BetriebsfĂ€higkeit des Flughafens ist somit davon nicht beeintrĂ€chtigt", so Fraport.
Tankering soll Treibstoff-Bedarf verringern
Laut "Bild" hat die Lufthansa ihre Piloten angewiesen, auf bestimmten FlĂŒgen mehr Kerosin als fĂŒr die jeweilige Strecke erforderlich zu tanken. Das sogenannte Tankering soll den Bedarf an zusĂ€tzlichem Treibstoff in Frankfurt verringern. Betroffen seien demnach vor allem Kurz- und Mittelstreckenverbindungen, zunehmend aber auch LangstreckenflĂŒge.
Nach "Bild"-Informationen sehen die Vorgaben fĂŒr Flugzeuge der Airbus NL0000235190-A320-Familie eine Obergrenze von acht Tonnen zusĂ€tzlichem Kraftstoff vor. Bei der Flugplanung solle zugleich darauf geachtet werden, dass durch das zusĂ€tzliche Gewicht keine EinschrĂ€nkungen bei der Beförderung von Passagieren oder Fracht entstĂŒnden.
Die Lufthansa betonte, mit den ergriffenen MaĂnahmen einen verlĂ€sslichen Flugbetrieb sicherstellen zu wollen. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung sollen die MaĂnahmen bis auf Weiteres gelten und an die Entwicklung der Lage angepasst werden.
