Rubio, Aussetzung

Rubio verteidigt Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 17:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die umstrittene Entscheidung von US-PrĂ€sident Donald Trump, ein bereits verabschiedetes Gesetzespaket mit neuen Sanktionen gegen Russland auf unbestimmte Zeit auszusetzen, hat sein Außenminister Marco Rubio verteidigt.

Vor Journalisten sagte er am Samstagabend (Ortszeit) vor seinem Abflug nach Usbekistan auf Nachfrage, Trump wolle nun erst einmal analysieren lassen, welche Auswirkungen die darin vorgesehenen Zölle und Sanktionen auf die Weltwirtschaft und auch auf die US-Wirtschaft hÀtten. Er sprach dabei von einem Bedenkzeitraum von 60 Tagen, in denen diese Analyse jetzt erfolgen solle.

Rubio verwies auf die aktuellen Konflikte und Kriege weltweit, die negative Folgen fĂŒr Welthandel und Energieversorgung hĂ€tten, "nicht nur der Iran und die Straße von Hormus, sondern auch die sich hĂ€ufenden Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien und natĂŒrlich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, wo Energieanlagen angegriffen werden". All das wirke sich auch auf Energiepreise aus. Trump selbst hatte am Freitag die Aussetzung des Gesetzes damit begrĂŒndet, dass dies "zum jetzigen Zeitpunkt im nationalen Interesse" der USA liege.

Rubio: Auch Indien und andere LĂ€nder vom Gesetz betroffen

Zudem seien von den im Gesetz verankerten Sanktionen auch andere LĂ€nder betroffen wie Indien, das trotz Diversifizierung nach wie vor einen Großteil seines Energiebedarfs aus Russland beziehe und zugleich ein wichtiger VerbĂŒndeter der USA sei. "All dies muss in Betracht gezogen und gegeneinander abgewogen werden", sagte Rubio. "Wir brauchen einfach diese Zeit dafĂŒr."

Ziel des Gesetzes war es, den Kreml im Ukraine-Krieg mit neuen weitreichenden Strafmaßnahmen stĂ€rker unter Druck zu setzen. Mitte September hatte Trump das vom US-Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Strafmaßnahmen gegen Russland unterzeichnet. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiĂŒbergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und sollte den Kreml wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine stĂ€rker unter Druck setzen.

Das Gesetz sah vor, dass die im Text verankerten Zölle und Sanktionen 30 Tage nach der Unterzeichnung automatisch greifen - es sei denn, der PrĂ€sident wĂŒrde innerhalb dieser Zeit anders entscheiden. Trump setzte die Zölle also kurz vor Ende der vom Kongress vorgegebenen Frist aus.

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