Slack von Salesforce Inc. - Kollaborationshub mit Enterprise-Fokus
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 14:00 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Slack von Salesforce ist oft das erste Fenster, das morgens auf dem Monitor eines Projektteams aufpoppt, wenn die Finger über die Tastatur fliegen und der Cursor in einem vollen Channel blinkt. In der linken Spalte stapeln sich Channels, Direktnachrichten und Apps, während Produktchefin Tamar Yehoshua über neue Automationsfunktionen spricht, die Meetings und E-Mail-Ketten ersetzen sollen.
Slack als strukturierter Team-Hub
Slack ist ein cloudbasierter Kollaborationsdienst, der Kommunikation in Channels organisiert und sich seit der Übernahme durch Salesforce als zentraler Arbeitsplatz für Unternehmen positioniert. In diesen Channels lassen sich Nachrichten, Dateien, Emoji-Reaktionen und Threads bündeln, sodass Diskussionen zu Projekten, Kunden oder Themen sichtbar und nachvollziehbar bleiben.
Die Basisfunktionen von Slack umfassen Direktnachrichten zwischen zwei oder mehreren Personen, Gruppenchats, Suchfunktionen über den gesamten Arbeitsbereich sowie Audio- und Videoanrufe, die direkt aus der Oberfläche heraus gestartet werden können. Über eine klare Seitenleiste mit Channel-Namen und Statussymbolen behalten Teams auch bei hunderten laufenden Unterhaltungen die Orientierung.
Integration in Salesforce und externe Tools
Nach der Übernahme durch Salesforce für rund 27,7 Milliarden US-Dollar wurde Slack eng mit den CRM- und Sales-Cloud-Angeboten des Konzerns verknüpft. Laut Salesforce lassen sich Kundenfälle, Opportunities und Dashboards direkt in Slack-Channels ziehen, sodass Vertriebs- und Service-Teams sowohl Daten als auch Diskussionen in einem Fenster vor sich haben.
Zudem bietet Slack einen App-Katalog mit über 2.600 Integrationen, darunter Dienste wie Google Drive, Microsoft Office 365, Zoom, Asana oder GitHub. Über sogenannte Slack-Apps können Benachrichtigungen aus anderen Systemen automatisch in Channels laufen, etwa neue Tickets, Code-Commits oder Kalendererinnerungen. Die Plattform unterstützt auch Webhooks und eine eigene API, über die Unternehmen maßgeschneiderte Workflows implementieren.
Salesforce Inc. Aktie und Slack-Sparte besser verstehen
Weitere Hintergründe zur Bedeutung von Slack für die Umsatzstruktur von Salesforce und zur Entwicklung der Salesforce Inc. Aktie finden Sie im Themenbereich bei ad-hoc-news.de und im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens.
Preismodell und Zielgruppen
Slack wird als Software-as-a-Service in mehreren Tarifstufen angeboten, vom kostenlosen Free-Tarif bis zu Enterprise-Plänen. Der Pro-Tarif lag historisch bei rund 7 bis 8 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, während Business+ und Enterprise Grid für größere Organisationen mit erweiterten Sicherheits- und Compliance-Funktionen ausgelegt sind.
Die Free-Version beschränkt den Nachrichtenverlauf auf einen begrenzten Zeitraum und erlaubt nur eine kleinere Zahl an Integrationen, ist aber für kleine Teams oder erste Tests ausreichend. Bezahltarife heben diese Begrenzungen auf, bieten unbegrenzte Nachrichtenhistorie, erweiterte Speicherkontingente und granulare Verwaltungsmöglichkeiten für Administratoren.
Sicherheit und Compliance im Unternehmensumfeld
Für die Nutzung in regulierten Branchen betont Slack Funktionen wie Enterprise-Key-Management, Audit-Logs und Unterstützung für Standards wie SOC 2, ISO/IEC 27001 sowie HIPAA in bestimmten Konfigurationen. Salesforce verweist darauf, dass Slack in Unternehmensumgebungen mit Single Sign-On, Zwei-Faktor-Authentifizierung und rollenbasierter Rechtevergabe integriert werden kann.
Unternehmen können Datenrichtlinien definieren, etwa zur Aufbewahrung oder Löschung von Nachrichten, und externe Zugriffe über Gastkonten granular steuern. Für globale Konzerne ist zudem die Möglichkeit relevant, mehrere Workspaces unter einem Enterprise-Grid-Dach zu organisieren, um regionale Teams und Geschäftseinheiten getrennt, aber übergreifend steuerbar zu halten.
Automatisierung mit Workflows und Bots
Ein zentrales Entwicklungsfeld von Slack sind automatisierte Workflows, etwa Genehmigungsprozesse, Ticket-Erstellung oder Onboarding-Schritte. Über den Workflow Builder lassen sich Abläufe per grafischer Oberfläche erstellen, die dann über Buttons in Channels ausgelöst werden, etwa beim Anlegen neuer Projekt-Channel-Strukturen.
Zudem können Unternehmen eigene Bots implementieren, die auf bestimmte Trigger reagieren, Informationen aus anderen Systemen nachliefern oder Standardprozesse wie Urlaubsanträge strukturieren. Salesforce adressiert damit die wachsende Nachfrage nach Low-Code-Tools, mit denen Fachabteilungen eigene Automatisierungen ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse bauen.
Wichtige Fakten zu Slack von Salesforce
- Produkt: Slack
- Hersteller: Salesforce Inc.
- Kategorie: Software/Service/Abo
- Markteinführung: Erste Version 2013, Übernahme durch Salesforce 2021
- UVP / Preis: Pro-Tarif historisch rund 7–8 US-Dollar pro Nutzer und Monat
- Verfügbarkeit: Weltweit als Cloudservice erhältlich
- Zielgruppe: Unternehmen, Projektteams und Organisationen mit Bedarf an strukturierter Teamkommunikation
- Besonderheit / USP: Channels, tiefe Integrationen und enge Anbindung an Salesforce-Cloud
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