WDH, Spritpreissenkung

WDH: Mehrheit hält geplante Spritpreissenkung für Wahlkampf

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 14:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

(Wiederholung: Angabe zu Steuersenkung präzisiert)BERLIN - Eine Mehrheit der Deutschen hält die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angesichts hoher Spritpreise angekündigten Entlastungen vor allem für ein Wahlkampfmanöver.

(Wiederholung: Angabe zu Steuersenkung präzisiert)

BERLIN (dpa-AFX) - Eine Mehrheit der Deutschen hält die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angesichts hoher Spritpreise angekündigten Entlastungen vor allem für ein Wahlkampfmanöver. Das gaben 70 Prozent der Befragten bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Welt TV an. Nur neun Prozent der Umfrageteilnehmer glaubten demnach daran, dass sich die Bundesregierung ehrlich bemühe. 17 Prozent glauben an eine Kombination beider Motivationen. Die Umfrage ist den Angaben nach repräsentativ.

Wie sollte entlastet werden?

Erst vor kurzem hatte Merz den Bürgern Entlastungen bei den Rekordspritpreisen versprochen. Bislang ist jedoch nicht klar, mit welchem Instrument die Bürger entlastet werden sollen. Innerhalb der Koalition gibt es unterschiedliche Ideen: Während die SPD bereits seit Monaten für einen Preisdeckel wirbt, sieht die CDU diese Idee, genau wie eine Übergewinnsteuer, kritisch.

Die Befragten der Civey-Umfrage wünschen sich am ehesten eine Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe (23 Prozent), dicht gefolgt von einer Übergewinnsteuer (22 Prozent) und 20 Prozent bevorzugen eine Senkung der CO2-Abgabe. Einen Spritpreisdeckel wollten nur 12 Prozent der Befragten. Optionen wie ein klassischer Tankrabatt, eine Energiepauschale pro Haushalt oder Direktzahlungen an Geringverdiener stießen auf fünf Prozent Zustimmung oder weniger.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte zwischen dem 16. und 17. September online 2.500 Menschen zur Motivation für Spritpreissenkung und 5.000 zur Maßnahmenpräferenz.

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