WIG 20 schließt am 2. November 0,68 Prozent tiefer
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 19:12 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSWIG 20 beendet schwache Sitzung
- Der WIG 20 schloss am 2. November 2026 bei 4.152,65 Punkten und verlor 0,68 Prozent.
- Bankwerte belasteten den Index besonders stark, während sich die Verluste im späten Handel verringerten.
- Politische Unsicherheit in Polen und schwache internationale Vorgaben prägten das Marktumfeld.
Der polnische Leitindex WIG 20 ist am Montag, 2. November 2026, unter Druck geblieben. Nach Angaben von Strefa Inwestorów schloss der Index bei 4.152,65 Punkten. Gegenüber dem vorherigen Schlussstand entsprach das einem Rückgang um 0,68 Prozent oder 28,23 Punkte.
Verluste im späten Handel reduziert
Die Sitzung verlief deutlich volatiler als es der Schlussstand vermuten lässt. Der WIG 20 rutschte im Tagesverlauf laut Bankier bis in die Nähe von 4.108 Punkten und lag damit zeitweise rund 1,78 Prozent im Minus. Erst gegen Ende der Sitzung setzte eine Nachfrage ein, die den Tagesverlust begrenzte. Elf der 20 Indexwerte beendeten den Handel demnach im Plus.
Banken bleiben größter Belastungsfaktor
Besonders schwach entwickelten sich die Finanzwerte. Bankier zufolge verloren die Aktien von Bank Pekao 3,35 Prozent, PKO BP 1,94 Prozent, Erste Bank 1,80 Prozent und mBank 0,77 Prozent. Auch Pepco, Tauron, PGE, Kruk und Orlen gaben nach. KGHM konnte sich dagegen nach mehreren schwächeren Sitzungen stabilisieren. Der breite WIG fiel um 0,82 Prozent, der mWIG40 verlor 1,45 Prozent und der sWIG80 gab 0,95 Prozent nach.
Politik und Inflation im Fokus
Als Belastung für polnische Vermögenswerte nannten Marktbeobachter die am Wochenende zugespitzte politische Auseinandersetzung um den Verfassungsgerichtshof. Bankier berichtete zudem, dass Investoren mit Blick auf den anstehenden Ratingüberblick von S&P ein höheres politisches Risiko einpreisten. Als weiteren Faktor verwiesen Analysten auf die unerwartete Abschwächung der polnischen Verbraucherpreisinflation im Oktober auf 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dadurch wurden Erwartungen an mögliche weitere Zinserhöhungen zurückgenommen, was die Perspektiven für die Zinsmargen der Banken belastete.
Die Aktienumsätze am Warschauer Markt beliefen sich laut Investing.com auf 2,954 Milliarden polnische Zloty. Den größten Einzelumsatz verzeichnete PKO BP mit 419,17 Millionen Zloty. Die Entwicklung zeigt damit vor allem eine anhaltende Risikoreduktion bei polnischen Banken und nicht nur eine allgemeine Schwäche des Gesamtmarktes.
Weitere Berichte zum WIG 20 finden Sie in unserer laufenden Indexabdeckung.
