Cashbuild-Aktie: Neue Filialen stützen Umsatz trotz schwacher Nachfrage
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 02:27 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalsupdate mit gemischtem Bild
- Neue Standorte gaben dem Umsatz von Cashbuild im ersten Quartal Rückenwind.
- Die Entwicklung der bestehenden Filialen und die Zahl der Kassentransaktionen blieben schwach.
- Cashbuild hält an seiner Expansion und an kleineren Filialformaten fest.
Cashbuild hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres ein gemischtes Bild präsentiert. Wie Business Day am 22. Oktober 2026 berichtete, erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent. Ausschlaggebend waren vor allem neue Standorte.
Neue Filialen gleichen Rückgänge aus
Bei 304 bereits vor Juli 2025 bestehenden Filialen sank der Umsatz im Quartal um 4 Prozent. Die 14 neu eröffneten Geschäfte steuerten dagegen 5 Prozent Wachstum bei. Bereinigt um unter anderem neue und geschlossene Standorte, Amper Alles, P&L Hardware sowie die veräußerte Malawi-Tochter ging der vergleichbare Umsatz um 1 Prozent zurück.
Auch die Zahl der Kassentransaktionen verringerte sich um 3 Prozent. Die Verkaufsinflation lag Ende September bei 3,1 Prozent. Cashbuild South Africa erzielte 81 Prozent des Quartalsumsatzes, während weitere südafrikanische Aktivitäten 9 Prozent und die afrikanischen Auslandsgeschäfte 10 Prozent beitrugen.
Expansion bleibt strategischer Schwerpunkt
Im Berichtsquartal eröffnete Cashbuild zwei Geschäfte, schloss eines und renovierte drei Standorte. Damit stieg die Zahl der betriebenen Filialen auf 318. Das Unternehmen setzt daneben sein Programm zur Verlagerung und Modernisierung von Märkten fort und prüft kleinere sowie alternative Formate.
Für die Expansion sind laut Bericht mehr als 40 Standorte in den kommenden drei Jahren genehmigt. Das Management geht allerdings nicht davon aus, dass alle Vorhaben umgesetzt werden. Hintergrund ist, dass geeignete Einkaufszentren für das traditionelle Cashbuild-Format schwerer zu finden sind.
Einordnung für Anleger
Das Quartalsbild zeigt, dass das Filialwachstum den Umsatz stabilisieren kann, ohne die schwächere Nachfrage im bestehenden Netz vollständig auszugleichen. Für die weitere Entwicklung bleiben daher die Produktivität der neuen Standorte, die Konsumkraft der Haushalte und die Umsetzung der alternativen Formate entscheidend.
Cashbuild im Überblick
- Geschäft: Baustoffhandel und Heimwerkerbedarf im südlichen Afrika
- Berichtszeitraum: Erstes Quartal des Geschäftsjahres, Ende September 2026
- Umsatz: Plus 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Bestehende Filialen: 304 Standorte mit 4 Prozent Umsatzrückgang
- Filialnetz: 318 betriebene Geschäfte nach dem Quartal
