ROUNDUP, Tote

15 Tote nach russischen Angriffen auf Kiew

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 13:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

(Neu: Anzahl der Opfer; SchÀden und Verletzte in Russland im 9.

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KIEW/MOSKAU (dpa-AFX) - Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben von BĂŒrgermeister Vitali Klitschko mindestens 15 Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen und Vormittag nach den nĂ€chtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Im Gebiet Kiew meldeten die Behörden nach den Angriffen einen Toten und sieben Verletzte.

Russland setzte bei den LuftschlĂ€gen zuletzt verstĂ€rkt ballistische Raketen ein - in dem Wissen, dass die Ukraine tĂ€glich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestĂ€tigte den Angriff. In Kiew seien RĂŒstungsbetriebe und Lager fĂŒr Munition und Drohnen getroffen worden.

Nach Behördenangaben kam es zu mehreren BrÀnden und StromausfÀllen. Auch WohnhÀuser, darunter ein Hochhaus, ein Kinderkrankenhaus und eine Schule seien getroffen worden, teilten die Behörden mit. Die Menschen suchten Schutz in der U-Bahn.

"Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kiew zum Tag der Trauer erklĂ€rt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt", teilte BĂŒrgermeister Klitschko bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen GebĂ€uden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, in der Hauptstadt mit den Flaggen an staatlichen und privaten GebĂ€uden ebenso zu verfahren.

Selenskyj kritisiert gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem massiven kombinierten Angriff mit verschiedenen Raketentypen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Russen hÀtten sich lange darauf vorbereitet, um "die zivile Infrastruktur so stark wie möglich zu beschÀdigen". Es gebe auch Zerstörungen in den Regionen Odessa und Tschernihiw.

"Leider gibt es, wĂ€hrend Moskau in Raketenwaffen und Eskalation investiert, nicht immer die notwendige Reaktion der Welt auf solche Angriffe", teilte der PrĂ€sident bei Telegram mit. "Und solange die Ukraine nicht ĂŒber ausreichende Raketenabwehr verfĂŒgt, wird Russland nicht ernsthaft ĂŒber Frieden nachdenken." Die Ukraine arbeite zwar an einer eigenen Raketenabwehr, dennoch brauche das Land die Abfangraketen vom Typ Patriot.

Auch Russland meldete Hunderte ukrainische DrohnenschlÀge

Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskalierte zuletzt deutlich mit einer steigenden Zahl an Opfern in der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten. Die Kriegsparteien setzen immer schnellere, schlagkrÀftigere und weitreichende Waffen ein.

Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 726 ukrainischen Drohnen in verschiedenen Regionen. Allein der Moskauer BĂŒrgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien im Anflug auf die Hauptstadt 250 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zu möglichen Opfern oder SchĂ€den machte er keine Angaben. Die HauptstadtflughĂ€fen stellten in der Nacht wie fast tĂ€glich bei solchen Attacken vorĂŒbergehend Starts und Landungen ein.

Getroffen wurden in der russischen Teilrepublik Tatarstan in Nischnekamsk erneut eine Ölraffinerie und in der Schwarzmeerregion in dem Ort Wolna nahe Taman im Gebiet Krasnodar ein wichtiges Ölterminal, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Die russischen Behörden bestĂ€tigten das konkret nicht, sprachen aber von BrĂ€nden und SchĂ€den in Industrieanlagen nach ukrainischen Drohnenangriffen. In Tatarstan gab es demnach auch Verletzte.

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