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17.04.2026 - 09:07:13 | dpa.de

7 Milliarden Euro zusĂ€tzliches BIP: Mehr Ingenieurinnen als SchlĂŒssel fĂŒr Wachstum und Transformation (FOTO) DĂŒsseldorf - Gutachten von VDI und IW vor der Hannover MesseDeutschland lĂ€sst wirtschaftliches Potenzial in Milliardenhöhe ungenutzt: Kurz vor der Hannover Messe, dem weltweit wichtigsten Branchentreff der Industrie, hat der VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) neue Zahlen zur Rolle von Ingenieurinnen fĂŒr den Standort Deutschland vorgestellt.

7 Milliarden Euro zusĂ€tzliches BIP: Mehr Ingenieurinnen als SchlĂŒssel fĂŒr Wachstum und Transformation (FOTO) DĂŒsseldorf (ots) - Gutachten von VDI und IW vor der Hannover Messe

Deutschland lĂ€sst wirtschaftliches Potenzial in Milliardenhöhe ungenutzt: Kurz vor der Hannover Messe, dem weltweit wichtigsten Branchentreff der Industrie, hat der VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) neue Zahlen zur Rolle von Ingenieurinnen fĂŒr den Standort Deutschland vorgestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz prĂ€sentierte der VDI ein Gutachten, das zeigt: Deutschland nutzt das Potenzial von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen noch immer nicht ausreichend.

Mit bis zu 56.100 zusĂ€tzlichen weiblichen FachkrĂ€ften bis 2035 sind rund 7 Milliarden Euro weitere Wertschöpfung pro Jahr möglich, wenn die Potenziale von Frauen fĂŒr die Ingenieur- und Informatikberufe konsequenter gehoben werden. Das entspricht einem spĂŒrbaren Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und könnte noch deutlich höher ausfallen, wenn zusĂ€tzlich Frauen mit einem Ingenieurstudium auch in anderen Berufsfeldern - etwa Bildung, Forschung oder öffentlichem Dienst - mit eingerechnet werden. Aktuell liegt der Frauenanteil in Ingenieurberufen bei 20,6 Prozent . Das entspricht rund 217.400 Ingenieurinnen bei insgesamt etwa 1,05 Millionen sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten in diesem Beruf.

"Die Hannover Messe zeigt, welche Technologien unsere Zukunft prĂ€gen werden. Doch klar ist auch: Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung der Transformation ist nicht die Technik, sondern ihre Umsetzung", sagt Adrian Willig, Direktor des VDI. "Die ZukunftsfĂ€higkeit Deutschlands entscheidet sich nicht an unseren Potenzialen, sondern daran, ob wir sie konsequent heben. Dazu gehört auch, dass wir das Potenzial von Ingenieurinnen endlich stĂ€rker nutzen. Mehr Ingenieurinnen sind nicht nur ein Gleichstellungsthema, sondern ein 7-Milliarden-Euro-Wachstumsprogramm fĂŒr Deutschland. Es geht nicht um Ersatz, sondern um die konsequente Nutzung vorhandener Talente", so Willig weiter.

Ingenieurinnen sind keine Randfrage, sondern ein zentraler Hebel fĂŒr Wachstum und Innovation in Deutschland. Die VDI-Initiative " Zukunft Deutschland 2050 (https://www.vdi.de/themen/zukunft-deutschland-2050) " zeigt, dass hier ein zentraler Hebel liegt, wenn Deutschland seine WettbewerbsfĂ€higkeit langfristig sichern will.

Ingenieurinnen fehlen in industriellen SchlĂŒsselbranchen

Viele Ingenieurinnen arbeiten laut Erhebung nicht in industriellen Kernbranchen bzw. außerhalb ihres eigentlichen Berufsfeldes. Ingenieurinnen entscheiden sich hĂ€ufiger fĂŒr wissensintensive Bereiche wie Forschung, Lehre oder Bildung. Sie sind unter anderem LehrkrĂ€fte in MINT-FĂ€chern,PrĂŒferinnen, Unternehmensberaterinnen oder Vertrieblerinnen technischer Produkte. Junge Frauen zeigen insbesondere bei zukunftsrelevanten Themen wie dem Klimaschutz ein starkes Interesse. In industriellen SchlĂŒsselbranchen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik sind Ingenieurinnen jedoch deutlich unterreprĂ€sentiert. Im Maschinenbau liegt der Frauenanteil bei 9,0 Prozent. In der Elektroindustrie liegt er nur etwas höher bei 9,5 Prozent.

Vorhandene Potenziale besser nutzen

Die BeschĂ€ftigung von jungen Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen ist in den letzten zehn Jahren bereits gestiegen. "Wenn wir das Potenzial von Frauen stĂ€rker nutzen, reden wir ĂŒber ein Wachstumsprogramm in Milliardenhöhe fĂŒr den Standort Deutschland", sagt Prof. Axel PlĂŒnnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. "Allein durch eine weitere Erhöhung des Anteils von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen könnten bis 2035 rund 56.000 zusĂ€tzliche FachkrĂ€fte gewonnen werden. Entscheidend ist, vor allem vorhandene Potenziale besser zu heben und zusĂ€tzlich neue Qualifikationen zu schaffen."

"Ingenieurinnen sind in vielen wichtigen Bereichen aktiv. Netzwerke, Sichtbarkeit und Role Models sind entscheidend, um mehr Frauen fĂŒr technische Berufe zu gewinnen und sie langfristig in diesen Feldern zu halten", sagt Prof. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Co-Vorsitzende des Netzwerks Frauen im Ingenieurberuf. Der VDI setzt hier gezielt an; unter anderem mit dem Netzwerk " Frauen im Ingenieurberuf (https://www.vdi.de/netzwerke-community/netzwerke/frauen-im-ingenieurberuf) ", Mentoring-Programmen (https://www.vdi.de/mitgliedschaft/coaching-angebote/vdi-womentoring) und der Initiative "Zukunft Deutschland 2050". Ziel ist es, die Rolle von Ingenieurinnen stĂ€rker sichtbar zu machen und vorhandene Potenziale systematisch zu erschließen.

Handlungsempfehlungen der VDI-/IW-Studie

Um dieses Potenzial zu heben, formuliert die Studie konkrete Handlungsempfehlungen. Entscheidend sind bessere Rahmenbedingungen fĂŒr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Arbeitsmodelle sowie gezielte Weiterbildungs- und Re-Skilling (https://www.vdi.de/news/detail/qualifizierung-u nd-re-skilling-entscheiden-ueber-deutschlands-innovationsfaehigkeit) -Angebote - insbesondere fĂŒr industrielle SchlĂŒsselbranchen. Gleichzeitig gilt es, mehr Frauen fĂŒr FĂŒhrungspositionen zu gewinnen und ihre Sichtbarkeit durch Netzwerke und Role Models zu stĂ€rken. Ziel ist es, vorhandene Qualifikationen konsequenter in den Bereichen einzusetzen, in denen sie die grĂ¶ĂŸte Wirkung fĂŒr Innovation und Wertschöpfung entfalten.

Die Studie "Ingenieurinnen in Deutschland - Potenziale, Herausforderungen und Entwicklungen" hier kostenlos herunterladen (https://www.vdi.de/themen/qualifika tion-und-arbeitsmarkt/ingenieurinnen-in-deutschland) .

Fachlicher Ansprechpartner:

Maximilian Stindt Referent Beruf und Arbeitsmarkt VDI e.V. Telefon: +49 211 6214-653 E-Mail: mailto:maximilian.stindt@vdi.de

Ihre Ansprechpartnerin in der VDI-Pressestelle:

Sarah Janczura Pressesprecherin Telefon: +49 211 6214-641 E-Mail: mailto:presse@vdi.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/16368/6257168 OTS: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.

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