AbbVie, FDA-Antrag

AbbVie: FDA-Antrag für Upadacitinib am 28. April

29.04.2026 - 05:45:10 | boerse-global.de

AbbVie treibt Portfolio-Umbau mit neuem Rinvoq-Antrag und 1,4-Milliarden-Campus voran. Quartalszahlen zeigen bisherige Kursverluste.

AbbVie: FDA-Antrag für Upadacitinib am 28. April - Foto: über boerse-global.de
AbbVie: FDA-Antrag für Upadacitinib am 28. April - Foto: über boerse-global.de

AbbVie treibt den Umbau seines Portfolios voran. Während die US-Gesundheitsbehörde FDA über eine neue Anwendung für den Hoffnungsträger Rinvoq entscheidet, blicken Marktteilnehmer auf die anstehenden Quartalszahlen. Das Unternehmen muss beweisen, dass es die Lücke nach dem Humira-Patentende dauerhaft schließen kann.

Neue Hoffnung für Rinvoq in der Dermatologie

Der Pharmakonzern hat am 28. April 2026 den Zulassungsantrag für Upadacitinib (Rinvoq) zur Behandlung von schwerem kreisrundem Haarausfall eingereicht. Die Einreichung stützt sich auf Daten einer klinischen Phase-3-Studie. In dieser Untersuchung erreichten die Probanden bereits in der 24. Woche den primären Endpunkt. Die Forscher beobachteten signifikantes Haarwachstum auf der Kopfhaut, das sich bis zur 52. Woche weiter verbesserte. Es wäre erst der zweite Wirkstoff dieser Klasse, der in den USA für dieses Krankheitsbild zugelassen würde.

Quartalszahlen und Kursentwicklung im Fokus

Parallel dazu steht die Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal 2026 an. Analysten fokussieren sich dabei auf die Umsatzentwicklung von Skyrizi und Rinvoq. Diese beiden Medikamente gelten als zentrale Säulen, um die Einbußen durch abgelaufene Patente bei Humira auszugleichen. Die Aktie spiegelt den Druck bisher wider: Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von rund 13 Prozent. Mit einem aktuellen Kurs von 169,80 Euro notiert der Titel zudem deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.

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Ausbau der US-Produktionskapazitäten

Abseits der Labore investiert der Konzern massiv in die eigene Infrastruktur. In Durham, North Carolina, entsteht für 1,4 Milliarden US-Dollar ein neuer Campus. Der Standort soll sich auf die Herstellung spezialisierter Injektionslösungen konzentrieren. Der Baubeginn ist noch für dieses Jahr geplant. Bis zur Fertigstellung im Jahr 2028 sollen dort etwa 734 neue Arbeitsplätze für Fachkräfte entstehen.

Die kommenden Tage dürften für die kurzfristige Richtung der Aktie entscheidend sein. Mit der Vorlage der Quartalsbilanz erhalten Investoren Klarheit darüber, ob die Wachstumsdynamik der neuen Blockbuster ausreicht, um die Markterwartungen zu erfüllen. Indes prüft die europäische Arzneimittelbehörde EMA bereits ähnliche Zulassungsanträge für Rinvoq, was die globale Expansionsstrategie unterstreicht.

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