Europa: Verluste - KI-Bedenken kehren zurĂŒck
12.12.2025 - 18:31:00 | dpa.deAbermals aufgekommene Sorgen ĂŒber hohe Bewertungen von KI-Aktien haben an den Börsen Europas die eigentlich gute Stimmung kurz vor dem Wochenende doch noch getrĂŒbt.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss am Freitag mit 5.720,71 Punkten und damit 0,58 Prozent im Minus, nachdem er sich zuvor noch seinem Rekordhoch von Mitte November bei 5.818 Punkten genÀhert hatte.
AuĂerhalb des Euroraums ging es ebenfalls nach unten. Der britische FTSE 100 GB0001383545 sank um 0,56 Prozent auf 9.649,03 Punkte und der Schweizer SMI CH0009980894 fiel um 0,14 Prozent auf 12.887,48 Punkte.
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, hat der Software- und Hardwarekonzern Oracle US68389X1054 Fertigstellungstermine fĂŒr einige der Rechenzentren fĂŒr den Entwickler von KI-Modellen OpenAI von 2027 auf 2028 verschoben, vor allem wegen ArbeitskrĂ€fte- und MaterialengpĂ€ssen.
Nach der langen Rally vieler KI-Werte scheint das abermals Sorgen geweckt zu haben, wann Unternehmen angesichts knapper Ressourcen und damit eventuell noch höherer Investitionen mit ihren KI-GeschÀften Geld verdienen werden. Solche Bedenken hatten zuletzt immer mal wieder belastet.
Der RĂŒckenwind fĂŒr die Börsen durch die Leitzinssenkung in den USA rĂŒckte daher erst einmal in den Hintergrund.
Im Branchentableau war zum Wochenschluss denn auch der Stoxx Europe 600 Technology EU0009658921 mit einem Minus von knapp einem Prozent einer der gröĂten Verlierer. Noch schwĂ€cher schnitten Banken- EU0009658806 sowie Ăl- EU0009658780 sowie Rohstoffwerte EU0009658624 ab.
Positiv hob sich indes der Index der Finanzdienstleister EU0009658848 ab, der mit RĂŒckenwind der UBS CH0244767585 um 0,4 Prozent zulegte. Die Anteilsscheine der Schweizer GroĂbank zogen in ZĂŒrich um zweieinhalb Prozent an. In der Diskussion um die kĂŒnftigen Eigenmittelanforderungen liegt laut einem Pressebericht ein Kompromissvorschlag von bĂŒrgerlichen Schweizer Parlamentariern vor. Der Vorschlag wolle bei hohen Sicherheiten fĂŒr die GroĂbank auch die "WettbewerbsfĂ€higkeit des Finanzplatzes berĂŒcksichtigen", hieĂ es in der "Neuen ZĂŒrcher Zeitung".
Zu den gröĂeren Verlierern im EuroStoxx 50 zĂ€hlten die Papiere der Energietechnikkonzerne Siemens Energy DE000ENER6Y0 und Schneider Electric FR0000121972 mit Verlusten von gut vier sowie gut eineinhalb Prozent. Sie litten unter dem Bericht ĂŒber die KI-Verzögerungen bei Oracle und OpenAI. Die beiden europĂ€ischen Unternehmen gelten als Profiteure des immensen Strombedarfs von KI-Rechenzentren.
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