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Airbus Aktie: United Airlines setzt Tisch in A321XLR

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 04:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

United Airlines führt in Airbus A321XLR eine Economy-Plus-Reihe ohne Mittelsitz ein. Airbus liefert im Juni 89 Jets aus, das Jahresziel bleibt ambitioniert.

Airbus Aktie: United Airlines setzt auf Tisch statt Mittelsitz
Abstrakte Darstellung der Luft- und Raumfahrtindustrie mit Anspielungen auf Flugzeugdesign und Reise, die Wachstum und Fortschritt suggeriert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein fest installierter Tisch statt eines unbequemen Mittelsitzes: United Airlines hat am Dienstag eine neue Kabinenkonfiguration für seine kommenden Airbus A321XLR vorgestellt. In der Economy-Plus-Reihe verschwindet der Mittelsitz komplett. Stattdessen bekommen Fenster- und Gangpassagiere mehr Ellbogenfreiheit, zusätzliche Becherhalter und einen gemeinsamen Tisch.

United will das Konzept auf allen 50 bestellten A321XLR-Maschinen einführen. Der Ticketverkauf für die neuen Plätze soll noch in diesem Jahr starten. Inlandsflüge mit dem Flugzeugtyp beginnen im Herbst, internationale Strecken folgen Anfang 2027. Die Airline wäre damit die einzige US-Fluggesellschaft mit einer solchen Sitzlösung.

Die A321XLR ersetzt bei United die alternden Boeing 757-Jets. Den ersten Jet dieses Typs hatte die Airline im Juni übernommen. Für Airbus ist der Schritt ein Signal: Kunden nutzen die Langstrecken-Variante des Bestsellers gezielt, um sich vom Wettbewerb abzusetzen.

Auslieferungen ziehen an, Zielmarke bleibt ambitioniert

Im breiteren operativen Geschäft zeigt Airbus Fortschritte. Im Juni lieferte der Konzern 89 Verkehrsflugzeuge aus, davon 73 aus der A320neo-Familie. Damit kommt Airbus im ersten Halbjahr 2026 auf insgesamt 351 ausgelieferte Jets.

Das reicht für eine Erholung nach einem schwachen Jahresstart. Am Jahresziel von 870 Auslieferungen hängt der Konzern aber noch leicht hinterher. Hinzu kommen 71 Bruttobestellungen im Juni, der kumulierte Auftragsbestand für 2026 liegt damit bei 886 Flugzeugen.

Bei der A220-Familie zeichnet sich derweil eine Lösung für ein altbekanntes Problem ab. Airbus und Triebwerkshersteller Pratt & Whitney rechnen damit, die Zuverlässigkeitsprobleme der Getriebefan-Triebwerke bis Ende 2026 zu beheben. Bis zum Jahresende soll kein A220 mehr wegen dieser Triebwerksmängel am Boden bleiben. Airbus hat das Produktionsziel für die A220 im laufenden Jahr dennoch auf 12 Maschinen pro Monat angepasst — eine Folge der weiterhin knappen Triebwerksverfügbarkeit.

Aktie mit solider Erholung seit dem Frühjahrstief

Die Airbus-Aktie schloss am Mittwoch bei 48,40 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von 6,14 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn liegt das Papier dagegen mit 1,22 Prozent im Minus. Über zwölf Monate beträgt der Zugewinn 8,52 Prozent.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 55,00 Euro aus dem Januar trennen die Aktie noch 12 Prozent. Zum Tief von 38,40 Euro im März liegen dagegen bereits gut 26 Prozent Abstand. Der Kurs notiert über dem 50-Tage-Schnitt von 45,51 Euro und über dem 200-Tage-Schnitt von 47,20 Euro. Der RSI von 53,8 zeigt derzeit weder Über- noch Unterhitzung an.

Die A321XLR bleibt für Airbus damit gleich in zweifacher Hinsicht relevant: als Wachstumstreiber im Auftragsbuch und als Bühne für Airline-Kunden, die sich über die Kabine vom Wettbewerb abheben wollen. Wie schnell sich das auf die Auslieferungszahlen zum Jahresende niederschlägt, dürfte sich in den kommenden Monatsberichten zeigen.

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