AKTIE, FOKUS

AKTIE IM FOKUS 2: FMC sehr schwach nach Zahlen - Gewinnausblick überzeugt nicht

Veröffentlicht: 24.02.2026 um 15:55 Uhr, dpa.de

Die Aktien des Dialysedienstleisters Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802 erleben am Dienstag im Zuge ihrer jüngsten Erholung einen herben Rückschlag.

Bis zu zehn Prozent war der Abschlag am Vormittag nach der Zahlenvorlage des Dialysekonzerns groß, wobei Analysten vor allem die Gewinnaussichten für 2026 bemängelten. Im Tagesverlauf konnte das Minus zwar zeitweise auf 1,6 Prozent verringert werden, dann aber ging es wieder bergab. Der Abschlag von zuletzt sieben Prozent reichte dafür, die Aktien in der Jahresbilanz 2026 wieder mit 5,5 Prozent in die Verlustzone zu drücken.

Jefferies-Analyst James Vane-Tempest schrieb, der Ausblick sei "weitgehend stabil" und wertete dies als Enttäuschung. Die Prognose für das diesjährige operative Ergebnis deute auf zunehmenden Gegenwind hin, wenn man bedenke, dass die Sparziele angehoben worden seien. Auch bemängelte er, dass das Margenziel für 2030 trotz der forcierten Sparbemühungen nicht angetastet worden sei.

2026 steht das Unternehmen wegen zunehmenden Gegenwinds vor einem Übergangsjahr, weshalb Konzernchefin Helen Giza einen Ergebnisrückgang nicht ausschließt. Wie David Adlington von der US-Bank JPMorgan schrieb, ist im neuen Jahr auch deshalb keine Gewinnsteigerung zu erwarten, weil ein starkes viertes Quartal die Messlatte vorerst hoch lege.

Neben den beiden Experten von Jefferies und JPMorgan blieb auch Graham Doyle von der Bank UBS bei seiner negativen Einstufung für FMC. Er geht davon aus, dass die Markterwartungen angesichts der Zielsetzungen für 2026 um drei Prozent sinken werden. Kaufempfehlungen sucht man unter den ersten Analystenstimmen vom Dienstag vergebens.

Die Nachrichten sorgten dafür, dass die seit November immer wieder umkämpfte 40-Euro-Marke bei den FMC-Aktien ein Dreh- und Angelpunkt blieb. Am Nachmittag standen sie mit 38,52 Euro klar darunter. Das Chartbild gilt als vorerst eingetrübt, denn auch der Rutsch unter die kurz- bis mittelfristig bedeutenden Linien der 21- und 50-Tage-Durchschnitte hatte Bestand. Eine im Januar eingeleitete Erholung war in den vergangenen Tagen schon ins Stocken geraten.

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