AKTIE IM FOKUS 2: Gewinnmitnahmen belasten Cisco - KI-Ausblick enttÀuscht
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 16:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS(neu: Kursentwicklung im HauptgeschÀft, Analystenstimmen)
NEW YORK (dpa-AFX) - Gewinnmitnahmen haben am Donnerstag die Papiere von Cisco US17275R1023 nach den Quartalszahlen des Netzwerk-AusrĂŒsters belastet. Anleger waren von den Zielen fĂŒr das GeschĂ€ft rund um KĂŒnstliche Intelligenz (KI) eher enttĂ€uscht und machten sich Sorgen um die Margen. Ăberraschend gute Resultate fĂŒr das abgelaufene GeschĂ€ftsjahr 2025/26 und ein insgesamt optimistischer Ausblick rĂŒckten in den Hintergrund. Der Aktienkurs sank um 7,4 Prozent auf 114,74 US-Dollar. Seit Jahresanfang steht aber noch immer ein Plus von 49 Prozent zu Buche.
In den vergangenen zwei Jahren hatten die Cisco-Papiere schon um mehr als 170 Prozent zugelegt - und damit den Anstieg des Technologieindex Nasdaq 100 US6311011026 deutlich ĂŒbertroffen. In den Jahren davor hatten sie allerdings nicht so stark vom KI-Boom, der die Börsen seit Ende 2022 erfasst hat, profitiert.
Cisco hatte fĂŒr das im Juli abgelaufene GeschĂ€ftsjahr ein Umsatzwachstum von 12 Prozent ausgewiesen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) legte noch etwas stĂ€rker zu. 2026/27 will Cisco den Umsatz sogar um bis zu knapp 16 Prozent steigern und das bereinigte EPS um bis zu 18 Prozent, was ebenfalls deutlich mehr ist als von Analysten erwartet.
Dass Cisco im angelaufenen GeschÀftsjahr den Umsatz mit KI-Produkten fast verdoppeln will, reichte den Experten indes nicht: Sie hatten sich mit Blick auf das hohe Auftragsvolumen in diesem Bereich teils noch mehr erhofft.
Meta Marshall von der US-Bank Morgan Stanley monierte zudem, dass der gestiegene GeschĂ€ftsanteil von Hardware-Komponenten kurzfristig die Bruttomargen belasten dĂŒrfte. Ăhnlich Ă€uĂerte sich Analyst Tim Long von der britischen Investmentbank Barclays.
Zudem ist das Unternehmen weiter stark vom klassischen GeschĂ€ft mit Produkten wie Routern und Switches fĂŒr Internetanbieter abhĂ€ngig. Gemessen an den Prognosen fĂŒr 2026/27 wird der KI-bezogene Umsatz gerade mal etwas mehr als zehn Prozent des gesamten Erlöses betragen.
Analyst David Vogt von der schweizerische GroĂbank UBS sieht in der KursschwĂ€che gleichwohl eine Kaufchance. Der Ausblick fĂŒr den Umsatz aus dem NetzwerkgeschĂ€ft sei konservativ. Der Experte erhöhte seine GewinnschĂ€tzungen bis 2028.
