Aktien Europa: Nvidia hilft nur Halbleiterwerten - MÀrkte trÀge vor Jackson Hole
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 11:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Gesamtmarkt blieb allerdings vor dem am Nachmittag startenden Notenbanktreffen in Jackson Hole eher trÀge.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 fiel am Vormittag um 6 Punkte auf 6.464 Punkte. AuĂerhalb des Euroraums bĂŒĂte der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 sogar 0,8 Prozent ein auf 14.421 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 verlor ein halbes Prozent auf 10.823 Punkte.
Der Stoxx Europe 600 Technology EU0009658921 schaffte es auch mit bis zu 1,8 Prozent Plus nicht, den marktbreiten Stoxx Europe 600 EU0009658202 voranzubringen. "Nvidia hat geliefert und schaltet noch einmal einen Gang hoch", schrieb Kapitalmarktexperte JĂŒrgen Molnar von Robomarkets. "Aber die Musik spielt jetzt in Jackson Hole. Das Syposium der US-Notenbank ist oft eine BĂŒhne fĂŒr wichtige geldpolitische Signale."
Entsprechend gespannt sind die Anleger und wagen sich nicht weit aus der Deckung, zumal Fed-Chef Kevin Warsh erst am Freitag seine Rede halten wird. "Und die Ausgangslage könnte spannender kaum sein", so Molnar. Denn der PCE-Deflator als fĂŒr die Amerikaner maĂgebliches Inflations-Barometer habe erst tags zuvor deutlich ĂŒber dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed gelegen. "FĂŒr eine Zinserhöhung im September stehen die Chancen weiterhin fast pari - die Entscheidung bleibt damit völlig offen."
So fielen nur Halbleiterwerte im Sog nachbörslicher Nvidia-Kursgewinne positiv auf. STMicro NL0000226223, Infineon DE0006231004, ASM International NL0000334118 und ASML NL0010273215 legten klar zu. BegĂŒnstigt wurde der Branchentrend zudem vom US-Softwarekonzern Salesforce US79466L3024, die mit ihrer KI-Strategie vorankommen. HierfĂŒr gab es nachbörslich zweistellige Kursgewinne als Belohnung.
Unter Druck stand derweil vor allem der Nahrungsmittel- und GetrĂ€nkesektor EU0009658749 aufgrund schwacher Aussichten von Pernod Ricard FR0000120693. Analyst Pierre Tegner von der Investmentbank Oddo BHF wies nach der Jahresbilanz des Spirituosenkonzerns vor allem auf den mauen Ausblick fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2027 hin. Zudem peile das Management fĂŒr das Wachstum bis 2029 nun eher das untere Ende seiner Zielspanne zwischen 3 und 6 Prozent an. Der Ergebniskonsens dĂŒrfte sinken, so Tegner.
