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Aktien Europa/ Waffenruhe im Iran-Krieg wohl vorbei: MĂ€rkte geraten unter Druck

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 12:02 Uhr, dpa.de

Europas wichtigste AktienmÀrkte haben am Mittwoch nachgegeben.

Erneute militĂ€rische SchlĂ€ge im Iran-Konflikt und der damit gestiegene Ölpreis belasteten.

US-PrĂ€sident Donald Trump sagte, dass die Waffenruhe aus seiner Sicht beendet sei. Er werde seine UnterhĂ€ndler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wĂŒnschen, sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. Trump war dort zunĂ€chst gefragt worden, ob die Waffenruhe beendet sei - und beim zweiten Nachhaken der Reporterin, ob die Waffenruhe und das Rahmenabkommen mit dem Iran nun Geschichte seien.

"Der Nahostkonflikt droht, wieder von der Neben- auf die HauptbĂŒhne der FinanzmĂ€rkte zu wechseln", warnte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Damit könnte ein Risiko zurĂŒckkehren, das viele Anleger zuletzt ausgeblendet hatten."

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab gegen Mittag um knapp zwei Prozent auf 6.195,05 Punkte nach. Außerhalb des Euroraums verlor der Schweizer SMI CH0009980894 1,54 Prozent auf 14.138,63 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 sank um 1,56 Prozent auf 10.499,44 Punkte. Spanische Aktien litten zudem unter Drohungen des US-PrĂ€sidenten, jeglichen Handel mit Spanien einzustellen.

Die Entwicklung der Einzelsektoren erinnerte an den Höhepunkt des Iran-Konflikts im ersten Börsenhalbjahr. Zyklische und von der Energiepreisentwicklung abhĂ€ngige Sektoren standen unter Druck, defensive Branchen und die Ölwerte prĂ€sentierten sich dagegen stabil oder lagen sogar im Plus.

Am Ende des Feldes rangierten die Bau- und die Autowerte und damit sowohl von den Ölpreisen als auch von funktionierenden Lieferketten abhĂ€ngige Branchen. So verloren Renault FR0000131906 knapp vier und Holcim CH0012214059 ĂŒber drei Prozent.

Technologiewerte hielten sich dagegen trotz schwacher Vorgaben der US-Halbleiterwerte und wachsender Zweifel am Boom der KĂŒnstlichen Intelligenz einigermaßen. Grund dafĂŒr war die vergleichsweise solide Entwicklung des Halbleiterschwergewichts ASML NL0010273215. Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets sprach bei Halbleiterwerten von KĂ€ufen auf dem ermĂ€ĂŸigten Niveau nach dem jĂŒngsten RĂŒcksetzer.

StĂ€rkster Sektor waren unterdessen die Ölwerte. Der Ölpreis hatte durch die Aussagen des US-PrĂ€sidenten zum Iran nochmals einen Schub erhalten. Aktien von Shell GB00BP6MXD84 bauten das Vortagesplus aus und stiegen um zwei Prozent. Der Ölkonzern habe ein starkes Quartal hinter sich, stellte Analyst Mark Wilson von Jefferies fest und bestĂ€tigte seine Kaufempfehlung.

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