Aktien, Europa

Aktien Europa: Weiter hoch - Markt wartet auf US-Arbeitmarktbericht

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 12:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die europÀischen AktienmÀrkte haben am Freitag ihre AufwÀrtsbewegung in kleinen Schritten fortgesetzt.

Die aktuelle Entwicklung steht allerdings unter Vorbehalt. "Heute Nachmittag werden die Karten neu gemischt - der US-Arbeitsmarkt hat das Blatt in der Hand", betonte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Jeder Hinweis auf einen weiterhin starken Arbeitsmarkt könnte die Zinssorgen erneut anfachen."

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 als Leitindex fĂŒr die Eurozone stieg gegen Mittag um 0,57 Prozent auf 6.539,90 Punkte und bewegte sich damit weiter auf Rekordniveau.

Auch außerhalb der Eurozone ging es nach oben. Der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 gewann 0,44 Prozent auf 14.581,95 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 zog um 0,41 Prozent auf 10.911,92 Punkte an.

StĂ€rkster Sektor war der der Pharmawerte. Hier ragten Aktien von Novo Nordisk DK0062498333 mit 4,7 Prozent Aufschlag hervor. Der Wert erholte sich damit von den jĂŒngsten Abgaben, bleibt aber auf gedrĂŒcktem Niveau. Roche CH0012032048 reagierten mit rund zwei Prozent Gewinn auf eine Hochstufung auf "Overweight" durch Morgan Stanley.

Nicht ganz so gut war die Entwicklung bei den Versicherern. Hier belasteten die deutschen Schwergewichte Allianz und Munich Re DE0008430026. Die Aktien reagierten damit auf die Quartalszahlen und Ausblicke der beiden Versicherer. WĂ€hrend Allianz mit 0,6 Prozent noch glimpflich davon kamen, gaben Munich Re mit 2,7 Prozent deutlich nach. Der RĂŒckversicherer bekommt den Preisabschwung im GeschĂ€ft mit Erstversicherern deutlich zu spĂŒren. Nach weiteren AbschlĂ€gen bei der jĂŒngsten Vertragserneuerung hatte Vorstandschef Christoph Jurecka sein Umsatzziel fĂŒr das laufende Jahr gekappt.

Besser sah es bei Generali IT0000062072 aus. Der italienische Versicherer hatte im zweiten Quartal dank gut laufender GeschĂ€fte in allen Segmenten operativ mehr als erwartet verdient. Die Analysten von Baader sprachen von starken, aber auch so erwarteten Zahlen. Das Plus von 0,5 Prozent blieb daher ĂŒberschaubar, zumal die Aktie in den vergangenen Monaten krĂ€ftig gestiegen war.

Unter den ansonsten wenig bewegten Bauwerten ragten Amrize mit fast zehn Prozent Minus heraus. Der auf den nordamerikanischen Markt fokussierte Baustoffkonzern hatte ein durchwachsenes Zahlenwerk zum zweiten Quartal vorgelegt. Einer dynamischen Umsatzentwicklung standen gestiegene Kosten und Margendruck gegenĂŒber.

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