Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Dax verliert erneut - Trumps Auftritt in Davos erwartet

Veröffentlicht: 21.01.2026 um 12:07 Uhr, dpa.de

Der Dax DE0008469008 ist am Mittwoch im Korrekturmodus geblieben.

Nachdem sich zuletzt die Unsicherheit wegen der Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump wieder verstärkt hat, warten Anleger gespannt auf dessen Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Am Mittwoch sank der deutsche Leitindex um bis zu 0,7 Prozent auf gut 24.522 Punkte. Er blieb damit nur knapp über seinem bisherigen Wochentief, bevor er das Minus zuletzt mit 24.578 Punkten wieder etwas verringerte.

Bei den mittelgroßen Börsenwerten suchten die Anleger eher wieder nach Chancen: Der MDax DE0008467416 stabilisierte sich zur Wochenmitte um 0,1 Prozent auf 30.840 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 büßte 0,4 Prozent ein. Er hatte nach einem Rekord in der Vorwoche zuletzt ebenfalls schon deutlicher korrigiert.

Trump hatte den jüngsten Rückschlag am Wochenende mit Zolldrohungen gegen acht europäische Länder im Streit um Grönland ausgelöst. Von seinem Rekordstand bei 25.507 Punkten aus der Vorwoche rutschte der Dax zwischenzeitlich um 1.000 Punkte ab und gab damit die Gewinne im laufenden Jahr von gut vier Prozent fast komplett wieder ab.

Der Anlagestratege Henry Morrison-Jones von der UBS erinnerte die Anleger daran, dass die so wichtigen Anleihemärkte für gewöhnlich zwischen dem vierten und sechsten Tag den Höhepunkt ihrer Reaktion auf Ankündigungen wie die neuen Trump-Pläne "Zölle 2.0" erreichen. Bislang sei sie recht moderat gewesen, so der Experte. Dabei wäre es gerade ein stärkerer Zinsanstieg, der Trump von aggressiver Rhetorik abbringen könnte.

Am verwundbarsten sieht Morrison-Jones die Branchen Automobil, Chemie und Bau. Der Auto-Branchenindex war am Montag zeitweise auf einen Tiefststand seit Oktober abgesackt. Nun erholten sich BMW DE0005190003, VW DE0007664039 und Mercedes DE0007100000 um etwa ein Prozent.

Die Aktien von Qiagen NL0015002CX3 gewannen zeitweise weitere 7 Prozent, nachdem sie am Vortag kurz vor Handelsende bereits zweistellig angesprungen waren. Um den Diagnostikspezialisten ranken sich einmal mehr Übernahmespekulationen. Am Hoch seit einem Jahr war jedoch zunächst Schluss - das Kursplus schmolz auf gut 2 Prozent ab.

Finanzwerte haben am Mittwoch europaweit einen schweren Stand. Im Dax gehörten Papiere der Deutschen Bank zu den schwächsten. Mit zeitweise etwa 2 Prozent Minus landeten sie wieder auf dem Niveau von Mitte Dezember.

Mögliche neue US-Zölle könnten nach Einschätzung von Bundesbankpräsidenten Joachim Nagel Auswirkungen auf künftige Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben. "Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zollverhandlungen werden einige Auswirkungen auf die Geldpolitik haben", sagte Nagel, der auch EZB-Ratsmitglied ist, dem US-Fernsehsender CNBC.

Continental verloren nach Eckdaten für das vierte Quartal 2025 sogar bis zu 4,5 Prozent. Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen auf Konzernebene sowie im Reifengeschäft 2025 voraussichtlich die angestrebten Ziele erreicht. Bei ContiTech lag die Marge derweil wohl unter der Prognose.

Die Aixtron-Aktien DE000A0WMPJ6 erholten sich nach einer Empfehlung von JPMorgan in der Spitze um fast 8 Prozent. Der Analyst Craig McDowell sieht den Chipausrüster vor einem breiten Aufschwung in allen Produktkategorien.

Redcare Pharmacy NL0012044747 beschleunigten derweil mit einem Tief seit 2023 ihren Abwärtstrend wieder.

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