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AKTIEN IM FOKUS: US-Bankenängste belasten auch in Europa - Nur BBVA stark

Veröffentlicht: 17.10.2025 um 10:31 Uhr, dpa.de

Angesichts vager Sorgen hinsichtlich des Zustandes von US-Regionalbanken haben Anleger am Freitag bei Aktien deutscher Banken Kasse gemacht.

Die Papiere der Deutschen Bank DE0005140008 sackten um 5,4 Prozent auf 28,86 Euro ab, die der Commerzbank DE000CBK1001 um 3,4 Prozent auf 29,72 Euro.

2025 bringen es die beiden aber immer noch auf Kursgewinne von gut 73 Prozent bei der Deutschen Bank und 89 Prozent bei der Commerzbank. Dabei lieferte vor allem die Aussichten auf eine Belebung der Konjunktur im Sog milliardenschwerer Infrastruktur- und Rüstungsausgaben hierzulande Rückenwind. Bei der Commerzbank kommt Fantasie in puncto einer Übernahme durch die Unicredit IT0005239360 hinzu.

Die Kursverluste an diesem Freitag folgen auf Mitteilungen zweier US-Regionalbanken, wonach diese möglicherweise Opfer von Kreditbetrug im Zusammenhang mit notleidenden Immobilienfonds geworden sind. Das ließ bei Anleger Sorgen über möglicherweise insgesamt zu laxe Kreditstandards kleinerer US-Banken aufkommen. Egal was wirklich dahinter steckt, viele Investoren dürften nach dem starken Lauf der Aktienmärkte in diesem Jahr aktuell auch geneigt, Buchgewinne erst einmal zu sichern, also Kasse zu machen.

In diesem Umfeld war der Stoxx Europe 600 Banks EU0009658806 denn auch Schlusslicht im europäischen Branchentableau mit einem Minus von 2,8 Prozent. Sein Jahresplus liegt aber immer noch bei gut 50 Prozent.

Mit Blick auf weitere große europäische Bankaktien fielen BNP Paribas FR0000131104, Santander ES0113900J37, ING NL0011821202 und Unicredit um jeweils mehr als drei Prozent.

Positiver Ausreißer waren zum Wochenschluss die Aktien der spanischen Großbank BBVA ES0113211835. Diese legten um mehr als fünf Prozent zu, nachdem die Übernahme der heimischen Konkurrentin Banco Sabadell ES0113860A34 gescheitert ist. Nur 25,5 Prozent der Aktionäre hatten ihre Papiere angedient, wie die Aufsichtsbehörde CNMV mitteilte. Notwendig für eine Fortsetzung der Übernahmebemühungen wären mindestens 30 Prozent gewesen. Die Papiere der Banco Sabadell sackten um mehr als sechs Prozent ab.

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