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Aktien New York: Ölpreis belastet Dow weiter - Meta-Rally an Nasdaq

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 20:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die US-Aktienmärkte lassen am Mittwoch weiter Federn.

Vor allem die Standardwerte leiden unter weiter gestiegenen Ölpreisen, die bei den Anlegern die Inflations- und Zinssorgen hochhalten. Gute Nachrichten im Technologiesektor gab es allerdings von Meta US30303M1027 mit der Einführung eines eigenen KI-Assistenten.

Zwei Stunden vor Schluss gab der Dow Jones Industrial US2605661048 um ein halbes Prozent auf 52.499 Punkte nach. Der Leitindex der Wall Street erreichte sein niedrigstes Niveau seit Ende Juli. Für den breiter aufgestellten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,4 Prozent auf 7.647 Punkte bergab. Wie schon am Vortag zeigte sich der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 etwas robuster. Mit 29.453 Punkten lag er zuletzt aber auch mit 0,2 Prozent im Minus.

Meta profitierte an der Nasdaq mit einem Kurssprung um 6,4 Prozent von frischer Fantasie, dass der Facebook-Mutterkonzern mit dem vorgestellten KI-Agenten "Muse" künftig auch Nutznießer vom KI-Megatrend sein könnte. Dies trieb mit Marvell Technology US5738741041, AMD US0079031078, Sandisk US80004C1018 und Micron US5951121038 auch andere KI-Profiteure an, die vermehrt aus den Chip- und Speicherbereichen kamen.

Der Meta-Agent geht in Konkurrenz zu ChatGPT von OpenAI und Gemini vom Google-Mutterkonzern Alphabet US02079K3059, dessen Kurs unter der drohenden Konkurrenz mit mehr als zwei Prozent litt. Meta sei gut positioniert, um mit seinem Agenten Erfolge zu feiern, hieß es am Markt in ersten Stimmen. Ein Experte von Mizuho Securities schrieb, Investoren wollten sehen, dass sich die KI-Investitionen lohnen. Dies sei jetzt "ein wesentlicher Schritt in diese Richtung".

Gefragt waren auch US-Ölwerte wie Chevron US1667641005 oder ExxonMobil US30231G1022, weil die Ölpreise am Mittwoch angesichts neuer gegenseitiger Angriffe am persischen Golf weiter zulegten. Ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November kostete erstmals seit Juli wieder mehr als 100 US-Dollar.

Experten glauben, dass der am Donnerstag anstehende EZB-Zinsentscheid und die am Freitag erwarteten US-Inflationsdaten wegen der Ölpreise in ihrer Bedeutung noch brisanter werden. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) geht der Markt fest von einer Zinserhöhung aus. Wenn die Fed im September entscheidet, liegt die Markterwartung einer Straffung derzeit bei etwa 60 Prozent.

Unter den amerikanischen Nebenwerten gab es einige größere Kursausschläge nach unten. So sackten die Aktien der Tankstellen- und Mini-Markt-Kette Casey's US1475281036 um 15 Prozent ab. Am Markt gab es kritische Stimmen zum Absatzvolumen, da nur höhere Kraftstoffmargen ein Gewinnwachstum ermöglicht hätten. Die Jahresprognosen wurden lediglich bestätigt.

Noch schlimmer erging es aber den Anlegern von ServiceTitan US81764X1037 mit einem Kurseinbruch um 30 Prozent. Das Softwareunternehmen gab eine Umsatzprognose für das laufende Quartal ab, die die Anleger enttäuschte. In ersten Stimmen dazu hieß es, die Skalierung eines KI-Agenten verlangsame sich.

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