Alibaba, Aktie

Alibaba Aktie: 38 Prozent Cloud-Wachstum, operativ in Verlust

15.05.2026 - 04:15:34 | boerse-global.de

Alibabas aggressive KI-Investitionen treiben das Cloud-GeschĂ€ft an, fĂŒhren aber zu einem deutlichen operativen Verlust im Quartal.

Alibaba Aktie: 38 Prozent Cloud-Wachstum, operativ in Verlust - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Alibaba Aktie: 38 Prozent Cloud-Wachstum, operativ in Verlust - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Alibaba schiebt seine KI- und Cloud-Sparte aggressiv nach vorn. Das bringt Wachstum, kostet aber erst einmal Marge. Genau dieser Zielkonflikt prĂ€gt den jĂŒngsten Quartalsbericht des Konzerns.

Cloud wÀchst schneller

Im Zeitraum Januar bis MÀrz legte der Umsatz der Cloud-Intelligence-Sparte um 38 Prozent zu. Das ist mehr als in den beiden Quartalen davor, als das Wachstum bei 36 Prozent und 34 Prozent lag. Auch das KI-GeschÀft zieht krÀftig an: Die Erlöse mit KI-Produkten wuchsen zum elften Mal in Folge dreistellig.

Der Konzern macht damit klar, wo er die nĂ€chste große Erlösquelle sieht. Die Nachfrage nach KI-Funktionen und Rechenleistung steigt, und Alibaba investiert massiv in die nötige Infrastruktur. Das treibt das Wachstum, belastet aber kurzfristig das Ergebnis.

Profit leidet unter Investitionen

Unter dem Strich rutschte Alibaba im Quartal in einen operativen Verlust von 848 Millionen Yuan. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch einen operativen Gewinn von 28,5 Milliarden Yuan erzielt. Auch das bereinigte EBITA ging deutlich zurĂŒck, um 84 Prozent.

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CEO Eddie Wu zeigt sich trotzdem zuversichtlich. Er sagte, die Investitionen in die KI-Infrastruktur könnten sogar ĂŒber den bisher geplanten Umfang hinausgehen. Nach seiner EinschĂ€tzung verschiebt sich das GeschĂ€ft derzeit von der Aufbauphase in die „Kommerzialisierung in großem Maßstab“. In rund einem Jahr könnten KI-Produkte zum wichtigsten Wachstumstreiber der Cloud werden.

KI soll auch ins E-Commerce-KerngeschÀft

Alibaba bindet die Technologie inzwischen tiefer in das KerngeschĂ€ft ein. Die KI-Anwendung Qwen ist vollstĂ€ndig mit Taobao verknĂŒpft. Nutzer sollen damit per natĂŒrlicher Sprache suchen, Produkte vergleichen, bestellen und Lieferungen verwalten können.

Hinzu kommt das im MĂ€rz gestartete Agenten-Tool Wukong. Es richtet sich an GeschĂ€ftskunden und hat bereits zu höheren Preisen fĂŒr einige KI-Dienste gefĂŒhrt. Das zeigt: Alibaba will KI nicht nur als InfrastrukturgeschĂ€ft verkaufen, sondern direkt in seine Plattformen und Services ziehen.

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Die Aktie notiert derzeit bei 121,40 Euro. Damit liegt sie 24,88 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 161,60 Euro, aber 6,96 Prozent ĂŒber dem 50-Tage-Durchschnitt. Der Kurs bleibt damit in einer Phase, in der der Markt vor allem abwĂ€gt, wie schnell sich das KI-Wachstum in echte Gewinne ĂŒbersetzen lĂ€sst.

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