Almonty: Sangdong startet Ende 2026
22.05.2026 - 04:43:11 | boerse-global.deWährend China den Wolframmarkt mit Exportbeschränkungen abschnürt, baut Almonty Industries still und leise eine Gegenposition auf. Die Q1-Zahlen für 2026 zeigen: Das Unternehmen hat die Mittel, um seine Wette auf kritische Rohstoffe durchzuziehen.
Umsatz verdreifacht, Kasse prall gefüllt
Der Umsatz kletterte im ersten Quartal auf 25 Millionen Dollar — ein Plus von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Cashflow drehte ins Positive. Wichtiger noch: Die Kassenposition beläuft sich auf 260 Millionen Dollar. Das gibt dem Unternehmen erheblichen Spielraum, um die laufenden Projekte ohne Kapitalmarktdruck zu finanzieren.
Rückgrat der aktuellen Produktion bleibt die Panasqueira-Mine in Portugal, die seit über 136 Jahren in Betrieb ist. Langfristig sichert ein Molybdän-Liefervertrag mit der SeAH Group die Einnahmen ab: 5.600 Tonnen jährlich zu einem Mindestpreis von 19 Dollar pro Pfund — das entspricht einem Mindestumsatz von 234 Millionen Dollar pro Jahr.
Sangdong als Schlüsselprojekt
Das eigentliche Versprechen liegt in Südkorea. Die Sangdong-Wolframmine soll Ende 2026 den Betrieb aufnehmen und dann rund 40 Prozent des weltweiten Wolfram-Angebots außerhalb Chinas abdecken. Abgesichert ist das Projekt durch 15-jährige Abnahmeverträge mit US-Verteidigungskunden. Eine zweite Ausbauphase zur Kapazitätsverdopplung ist für 2027 geplant.
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CEO Lewis Black hat indes den Firmensitz von Toronto nach Dillon, Montana verlegt — ein symbolisches wie strategisches Signal: Almonty versteht sich als westlicher Gegenpart zur chinesischen Wolframdominanz. Ergänzend dazu läuft in Montana das Gentung-Projekt, das ebenfalls noch 2026 in Produktion gehen soll.
Markt reagiert, Bewertungsfrage bleibt offen
Der Kontext erklärt die Kursphantasie. China kontrolliert rund 83 Prozent des globalen Wolframangebots und hat seit Februar 2025 Exportbeschränkungen verhängt. Der Referenzpreis für Ammoniumparawolframat stieg daraufhin um 500 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Almonty ist einer der wenigen westlichen Anbieter, die davon profitieren können.
Die Aktie legte am gestrigen Handelstag auf Tradegate um knapp sieben Prozent zu. Auf Jahressicht hat sich der Kurs in australischen Dollar versiebenfacht — das 52-Wochen-Tief lag bei 4,08 AUD, der gestrige Schlusskurs bei 24,75 AUD. Vom April-Hoch bei 32,51 AUD ist die Aktie allerdings noch fast 24 Prozent entfernt, und der RSI von knapp 80 signalisiert eine überkaufte technische Lage.
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Analysten von B. Riley haben ein Kursziel von 23 Dollar ausgegeben und verweisen auf die strategische Bedeutung der nicht-chinesischen Wolframassets. Entscheidend für die Neubewertung wird sein, ob Sangdong den angekündigten Produktionsstart im vierten Quartal tatsächlich hält.
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