Aluminium, Chinas

Aluminium: Chinas Limit erreicht

03.04.2026 - 11:46:54 | boerse-global.de

Die globale Aluminiumversorgung ist durch Chinas KapazitÀtsgrenze und den Wettbewerb mit KI-Rechenzentren um knappen Strom strukturell verknappt.

Aluminium: Chinas Limit erreicht - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der Hunger der Weltwirtschaft nach Aluminium wĂ€chst, wĂ€hrend das Angebot an physische und politische Grenzen stĂ¶ĂŸt. WĂ€hrend die Nachfrage im Jahr 2026 voraussichtlich stĂ€rker als das globale Bruttoinlandsprodukt zulegen wird, kĂ€mpfen Produzenten mit einer neuen, mĂ€chtigen Konkurrenz um knappen Strom.

Stromfresser im Wettbewerb mit KI

Die Stromversorgung ist die Achillesferse der Aluminiumgewinnung und macht inzwischen 30 bis 50 Prozent der gesamten Schmelzkosten aus. In Europa stehen deshalb weiterhin erhebliche KapazitĂ€ten still. VerschĂ€rft wird die Lage durch den rasanten Ausbau energieintensiver Rechenzentren fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz, die mit der Industrie massiv um verfĂŒgbare ElektrizitĂ€t konkurrieren.

Diese angespannte Situation hinterließ zuletzt deutliche Spuren in der globalen Versorgungsbilanz. Erst im MĂ€rz fĂŒhrten hohe Energiekosten in Bahrain und Mosambik zu spĂŒrbaren ProduktionskĂŒrzungen oder kompletten Stilllegungen. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten belasten die Lieferketten zusĂ€tzlich und verstĂ€rken die Sorgen um die VerfĂŒgbarkeit von PrimĂ€raluminium.

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Chinas Produktionsdeckel greift

Ein entscheidender Faktor fĂŒr die kĂŒnftige Preisbildung ist die starre Angebotssituation in Asien. China, der weltweit wichtigste Produzent, hat seine KapazitĂ€tsobergrenze von 45 Millionen Tonnen pro Jahr erreicht. Da zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten in anderen Regionen aufgrund von NetzengpĂ€ssen nur schleppend entstehen, verfestigt sich eine strukturelle Verknappung.

Gleichzeitig verĂ€ndern neue regulatorische HĂŒrden wie der CO2-Grenzausgleich (CBAM) der EU die globalen Handelsströme. Produzenten reagieren darauf mit einer verstĂ€rkten Integration von Recycling-Prozessen und SekundĂ€raluminium, um CO2-Ziele zu erreichen und die AbhĂ€ngigkeit von teurem PrimĂ€rstrom zu verringern.

Marktteilnehmer richten ihren Fokus nun auf die kommenden Berichte der London Metal Exchange (LME) zu den LagerbestĂ€nden sowie auf aktuelle Daten zur globalen Industrieproduktion. Ein weiterer wichtiger Termin fĂŒr die Branche ist die Messe ALUMINIUM 2026, die im Oktober in DĂŒsseldorf stattfindet und neue Einblicke in technologische Innovationen zur Kosteneffizienz liefern wird.

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