Aktien Frankfurt: Dax wenig bewegt vor US-Arbeitsmarktdaten
04.04.2024 - 12:09:35 | dpa.deDer Dax DE0008469008 kam kaum vom Fleck, denn die Anleger warten auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Dass sich die Unternehmensstimmung im Euroraum erneut verbesserte, bewegte kaum, da es sich um eine zweite SchĂ€tzung handelte. Positiv dennoch: In Deutschland stieg der von S&P Global ermittelte Indexwert im Dienstleistungssektor erstmals seit September wieder ĂŒber die Expansionsschwelle.
Zur Mittagszeit legte der deutsche Leitindex um 0,01 Prozent auf 18 369,22 Punkte zu. Der MDax DE0008467416 stieg um 0,04 Prozent auf 27 068,31 ZĂ€hler. Europaweit sah es an den Börsen Ă€hnlich aus. In den USA kĂŒndigt sich zugleich ein leicht freundlicher Handelsstart an.
Nach dem langen Osterwochenende war das deutsche Börsenbarometer am Dienstag zunĂ€chst bis auf ein Rekordhoch von 18 567 ZĂ€hlern geklettert, bevor im Sog einer schwĂ€cheren Wall Street Gewinnmitnahmen eingesetzt hatten. Am Mittwoch folgte eine leichte Erholung, da sich die Inflation in der Eurozone im MĂ€rz ĂŒberraschend stark abgeschwĂ€cht hatte und damit den Hoffnungen auf eine erste Leitzinssenkung im Juni frischen Auftrieb gab. In den USA indes, wo am Mittwoch mehrheitlich erneut starke Wirtschaftsdaten vorgelegt wurden, hatte Notenbank-PrĂ€sident Jerome Powell die abwartende Haltung der Fed ein weiteres Mal bekrĂ€ftigt.
"Am Markt wird seit drei Monaten inzwischen ĂŒber die Diskrepanz zwischen den Zinssenkungserwartungen und der wirtschaftlichen RealitĂ€t diskutiert", sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Sollte der US-Jobbericht am Freitag die Erwartungen ĂŒbertreffen, insbesondere wenn er mit starken durchschnittlichen Stundenlöhnen einhergeht, "könnte dies fĂŒr Aktien zur Stunde der Wahrheit werden."
Im Dax zÀhlten die Papiere von Siemens Energy DE000ENER6Y0 zu den Favoriten mit plus 1,7 Prozent. Die im vergangenen Jahr schwer gebeutelten Aktien des Energietechnikunternehmens setzten ihre Erholung fort. Seit Jahresbeginn belÀuft sich das Plus bereits auf bald 50 Prozent.
Unternehmensseitig rĂŒckten zudem die Aktien der Online-Apotheke Redcare NL0012044747 in den Blick, die im MDax um 1,4 Prozent stiegen. Im ersten Quartal wuchs deren GeschĂ€ft vor allem dank der Ăbernahme von MediService deutlich. Analyst Christian Salis von Hauck AufhĂ€user Investment Banking sprach von "ordentlichen Eckzahlen" und hob dabei das nachhaltige, prozentual zweistellige Umsatzwachstum aus eigener Kraft hervor.
Im SDax DE0009653386 setzten sich die Anteile von Compugroup DE000A288904 mit plus 7,4 Prozent an die Index-Spitze. Analystin Laura Metayer von der US-Investmentbank Morgan Stanley hatte am Vorabend nach Börsenschluss die Software-Aktie auf "Overweight" hochgestuft. Sie sieht angesichts der geringen Bewertung der Aktie in deren Kauf eine "seltene Gelegenheit". Compugroup sei ein qualitativ hochwertiges Softwareunternehmen fĂŒr das Gesundheitswesen mit einem hohen Anteil wiederkehrender Einnahmen, schrieb sie.
Der Bericht von Grenke DE000A161N30 zum NeugeschĂ€ft im ersten Quartal brachte der Aktie ein Plus von 1,3 Prozent ein. Der Leasingspezialist war mit mehr GeschĂ€ft ins Jahr gestartet und konnte zudem die gestiegenen Zinsen an seine Kunden weitergeben. Vorstandschef Sebastian Hirsch sieht Grenke auĂerdem auf gutem Weg zu den Zielen fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr./ck/jha/
--- Von Claudia MĂŒller, dpa-AFX ---
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