Dax rutscht ins Minus - Symrise trotzt Gesamttrend deutlich
09.06.2026 - 17:45:52 | dts-nachrichtenagentur.de"Die Anleger an der Frankfurter Börse gehen weiterhin sehr selektiv am Aktienmarkt vor und positionieren sich tendenziell eher vorsichtig", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Konnte sich der Dax den ĂŒberwiegenden Handelstag im Plus halten, musste er sich am Nachmittag allerdings dem Druck von der Wall Street beugen und legte wieder den RĂŒckwĂ€rtsgang ein."
"Zeitnah kommen einige dicke Bretter auf die Börse zu, die nur schwer zu durchbohren sein werden. Neben den Notenbanksitzungen stehen drei Mega-IPOs ins Haus, die LiquiditÀt aus den MÀrkten abziehen."
"Zudem bleibt die Situation im Nahen Osten fragil und kann sich tĂ€glich Ă€ndern. Der Iran-Krieg stellt sich weiterhin als ein sehr komplexes und schwer einschĂ€tzbares geopolitisches Risiko dar. Die Investoren stehen zwischen Baum und Borke und mĂŒssen sich entscheiden, ob sie sich auf die konjunkturellen Entwicklungen und Trendthemen fokussieren oder doch die Risiken aus dem Krieg im Nahen Osten ĂŒbergewichten."
"Die ADP-Daten zum US-Arbeitsmarkt zeigen mit 29.000 neu geschaffenen Stellen eine weiterhin erkennbare Verlangsamung in der US-Wirtschaft an. Das war jedoch gröĂtenteils zu erwarten. Die aus Deutschland vorgelegten Daten in Form des Handelsbilanzsaldos und der Erzeugung im produzierenden Gewerbe sprechen fĂŒr einen Stabilisierungsversuch auf niedrigem Niveau. Die Handelsbilanz fiel leicht unter den Erwartungen aus und die Produktion verharrt mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent auf einem niedrigen Niveau. Im Dax blieben heute deshalb defensive Branchen vorerst favorisiert", sagte Lipkow.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagnachmittag etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1547 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8660 Euro zu haben.
Der Goldpreis lieĂ deutlich nach, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 4.265 US-Dollar gezahlt (-1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,76 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 91,08 US-Dollar, das waren 317 Cent oder 3,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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