Aktien New York Ausblick: Moderate Gewinne - Lage in Nahost sorgt fĂŒr Vorsicht
21.04.2026 - 15:06:28 | dpa.deAngesichts der unsicheren Lage in Nahost dominiert - wie bereits zum Wochenstart - die Vorsicht. Nach wie vor wird auf eine zweite GesprĂ€chsrunde zwischen den USA und dem Iran gehofft, weshalb auch die Ălpreise etwas nachgaben. Zur freundlich stabilen Stimmung dĂŒrften zudem die im MĂ€rz krĂ€ftiger als erwartet gestiegenen EinzelhandelsumsĂ€tze beitragen.
Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial US2605661048 rund eine Stunde vor dem Börsenstart 0,5 Prozent höher bei 49.710 Punkten. Noch am Freitag hatte der bekannteste Wall-Street-Index sich wieder deutlich seinem Rekordhoch aus dem Februar angenÀhert. Der Nasdaq 100 US6311011026 wird 0,3 Prozent höher auf 26.680 ZÀhlern erwartet. Sowohl der Technologie-Auswahlindex als auch der marktbreite S&P 500 US78378X1072 hatten am Freitag HöchststÀnde erklommen.
"Die Börsen preisen weiterhin ein Ende des militÀrischen Konfliktes und eine schrittweise Normalisierung der EnergiemÀrkte ein", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.
Es wird allgemein erwartet, dass der Iran neue Verhandlungen mit den USA in Islamabad eingehen wird. Die GesprÀche sollen noch vor dem Auslaufen der derzeitigen Waffenruhe stattfinden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise. Aktuell allerdings warf US-PrÀsident Donald Trump dem Iran vor, die Waffenruhe mehrfach gebrochen zu haben.
Sollten die Konfliktparteien keine neue Vereinbarung treffen, könnte der Krieg erneut losbrechen, denn dann lĂ€uft die Feuerpause aus. Trump hatte eine VerlĂ€ngerung ohne handfesten Deal als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet. Zugleich machte der iranische AuĂenminister Abbas Araghtschi den USA zwar VorwĂŒrfe, schloss aber eine neue Verhandlungsrunde nicht explizit aus.
Unter den "glorreichen Sieben" dĂŒrften Apple US0378331005 und Amazon US0231351067 besonders im Blick stehen. Apple gaben vorbörslich um 0,4 Prozent nach. Der iPhone-Hersteller hatte am Vorabend bekannt gegeben, dass Hardware-Chef John Ternus am 1. September den seit nunmehr 15 Jahren als Vorstandschef agierenden Tim Cook ablösen wird. Cook wird Vorsitzender des Verwaltungsrates. Analysten sahen dies positiv. So werde mit dem Wechsel die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl beibehalten, doch das Potenzial fĂŒr langfristige VerĂ€nderungen steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.
Amazon gewannen vorbörslich 2,6 Prozent. Mit einer weiteren Milliarden-Investition vertieft der Tech-Konzern und Online-HÀndler seine Allianz mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic. In einem ersten Schritt wird Amazon 5 Milliarden Dollar (4,2 Mrd. Euro) in den Entwickler des KI-Chatbots Claude stecken, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden.
Im Dow dĂŒrften zudem mit Quartalszahlen UnitedHealth US91324P1021 und 3M US88579Y1010 Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der gröĂte US-Krankenversicherer ist inmitten seines krisenbedingten Schrumpfkurses ĂŒberraschend stark in das neue Jahr gestartet. Zudem wurde das Management auch fĂŒr das Gesamtjahr optimistischer. Die Aktie sprang vorbörslich um 7,8 Prozent hoch. Das Papier von 3M gab nach vorgelegten Quartalszahlen zugleich um 3,2 Prozent nach. Der Hersteller von Post-it-Haftnotizen, SchutzausrĂŒstung und Autopflegeprodukten verfehlte mit seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Markterwartungen.
Der Luftfahrt- und RĂŒstungskonzern RTX US75513E1010 hob zur Zahlenvorlage seine Jahresziele fĂŒr Umsatz und Gewinn an, was der Aktie zu einem vorbörslichen Plus von 2,5 Prozent verhalf. Um 3,6 Prozent stieg zudem die Aktie von GE Aerospace, denn auch der Hersteller von Flugzeugtriebwerken ist etwas optimistischer fĂŒr das Gesamtjahr geworden. Er sieht das Jahresergebnis je Aktie nun am oberen Ende seiner Prognosespanne.
Qiagen NL0015002CX3-Konkurrent Danaher US2358511028 US2358511028 hob sein Ergebnisziel fĂŒr 2026 an, was der Aktie ein vorbörsliches Plus von 0,5 Prozent bescherte. Das Analysehaus Jefferies lobte vor allem die ĂŒberraschend starken Margen im ersten Quartal sowie das Ergebnis je Aktie, bemĂ€ngelte allerdings die verfehlten Umsatzerwartungen.
