Amazon, Globalstar-Deal

Amazon: Globalstar-Deal für 11,57 Milliarden

01.05.2026 - 03:31:27 | boerse-global.de

Amazon übertrifft alle Erwartungen mit Rekordgewinn, doch der freie Cashflow bricht durch hohe KI-Investitionen massiv ein.

Amazon: Globalstar-Deal für 11,57 Milliarden - Foto: über boerse-global.de
Amazon: Globalstar-Deal für 11,57 Milliarden - Foto: über boerse-global.de

Amazon hat im ersten Quartal 2026 die Erwartungen der Wall Street regelrecht zerstört. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,78 Dollar — Analysten hatten 1,64 Dollar erwartet. Der Nettogewinn kletterte um 77 Prozent auf 30,3 Milliarden Dollar.

Der Umsatz erreichte 181,5 Milliarden Dollar und übertraf den Konsens von 177,3 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis stieg auf 23,9 Milliarden Dollar, die operative Marge auf ein Rekordniveau von 13,1 Prozent. Kein Wunder, dass die Aktie in den vergangenen 30 Tagen über 23 Prozent zugelegt hat — sie ist damit der stärkste Wert unter den Magnificent Seven in diesem Jahr.

AWS und das KI-Milliarden-Versprechen

Der Cloud-Arm AWS liefert das vielleicht beeindruckendste Einzelbild. Der Auftragsbestand erreichte 364 Milliarden Dollar — und das ohne die jüngste Anthropic-Vereinbarung einzurechnen, die allein über 100 Milliarden Dollar wert ist. Das Management betonte, die Pipeline sei breit gestreut und nicht auf wenige Großkunden konzentriert.

Das eigene Chip-Geschäft mit Trainium und Graviton läuft inzwischen auf einem Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar. Amazon positioniert sich damit als einer der drei größten Anbieter von Rechenzentrum-Chips weltweit.

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Prime Day im Juni — und ein Ausblick über den Erwartungen

Neben den Zahlen sorgt eine strategische Entscheidung für Aufmerksamkeit. Amazon verlegt den Prime Day von Juli in den Juni — also in das laufende zweite Quartal. Das verschiebt einen erheblichen Umsatzschub nach vorne.

Der Ausblick für Q2 spiegelt das wider. Amazon erwartet einen Nettoumsatz zwischen 194 und 199 Milliarden Dollar. Analysten hatten 188,9 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Das operative Ergebnis soll zwischen 20 und 24 Milliarden Dollar liegen.

Bank of America erhöhte das Kursziel auf 310 Dollar, Benchmark sogar auf 370 Dollar — beide mit Kaufempfehlung. Citi lobte den Quartalsbericht, merkte aber an, das AWS-Wachstum von 28 Prozent liege möglicherweise unter den Erwartungen institutioneller Investoren, die eher 28 bis 30 Prozent angepeilt hatten.

Der Haken: Freier Cashflow bricht ein

Das Gegengewicht zu all dem ist massiv. Der freie Cashflow fiel auf 1,2 Milliarden Dollar für die vergangenen zwölf Monate — nach 25,9 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Investitionen in AWS-Kapazitäten drücken die Liquidität erheblich. Das Management verweist auf einen Zeitverzug von sechs bis 24 Monaten zwischen Investition und Umsatzwirkung.

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Hinzu kommt die geplante Übernahme von Globalstar für rund 11,6 Milliarden Dollar — die zweitgrößte Akquisition in Amazons Geschichte. CEO Andy Jassy hob hervor, der Deal vertiefe auch die Beziehung zu Apple, das eine 20-Prozent-Beteiligung an Globalstar hält.

Die Aktie notiert aktuell bei 222,40 Euro und damit knapp 1,3 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Das Bild ist klar: operativ läuft Amazon auf Hochtouren, der Cashflow aber steht unter dem Druck historisch hoher KI-Investitionen. Ob sich das Timing der Monetarisierung bewahrheitet, wird sich spätestens mit den Q3-Zahlen im Herbst zeigen.

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