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ams-OSRAM Aktie: 10 Prozent Sprung nach Infineon-Deal

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 16:45 Uhr, Redaktion boerse-global.de

ams-OSRAM erhält 570 Millionen Euro durch Spartenverkauf, während Fitch eine deutlich höhere Verschuldung prognostiziert als das Management.

ams-OSRAM Aktie: Kursrally nach Verkauf und Schuldenstreit
Abstrakte Darstellung der Halbleiterindustrie mit einem aufsteigenden Lichtstrahl, der Wachstum und positive Marktstimmung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

570 Millionen Euro frisches Kapital treffen auf eine harsche Analyse der Ratingagentur Fitch. Während der Kurs der ams-OSRAM Aktie am Dienstag um über zehn Prozent nach oben sprang, warnt die Agentur vor einer massiven Schuldenlast. Der Streit um die künftige Bilanzierung erreicht damit eine neue Stufe.

Der 570-Millionen-Euro-Deal

Der Verkauf der Sparte für nicht-optische Sensoren an Infineon ist offiziell abgeschlossen. Dieser Schritt bringt dem Konzern rund 570 Millionen Euro in bar ein. CEO Aldo Kamper will mit dem Geld vor allem Anleihen zurückführen und die Schuldenlast drücken.

Parallel dazu greift das Sparprogramm „Simplify“. Das Unternehmen strebt jährliche Zinseinsparungen von rund 40 Millionen Euro an. Der Fokus liegt künftig vollständig auf dem Bereich der digitalen Photonik.

Disput um den Schuldenberg

Die Ratingagentur Fitch dämpft die Euphorie mit einer eigenen Berechnung. Das Management peilt mittelfristig eine Verschuldung vom 2,5-Fachen des operativen Ergebnisses (EBITDA) an. Die Experten von Fitch prognostizieren für Ende 2025 hingegen einen deutlich höheren Wert vom 6,3-Fachen.

Anleger gewichten den aktuellen Geldzufluss derzeit jedoch stärker als die langfristigen Warnungen. Das Papier stieg auf 12,78 US-Dollar. Trotz dieses Sprungs gilt die Aktie laut Relative-Stärke-Index (RSI) von 53,9 noch nicht als überkauft.

Die Nervosität bleibt angesichts einer annualisierten Volatilität von fast 127 Prozent extrem hoch. Im August veröffentlicht der Konzern die vollständigen Zahlen zum zweiten Quartal. Erst dann wird ersichtlich, wie schnell die Nettoverschuldung durch den jüngsten Mittelzufluss tatsächlich sinkt. Bis zum Geschäftsjahr 2027 will ams-OSRAM erstmals wieder einen positiven freien Cashflow erwirtschaften.

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