Europa Schluss: EuroStoxx 50 auf tiefstem Stand seit 3 Wochen
28.04.2026 - 18:14:14 | dpa.deDie HĂ€ngepartie um den Konflikt im Nahen Osten, steigende Ăl- und Gaspreise und zunehmende Inflationserwartungen belasten die Börsen weiterhin. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 als Leitindex fĂŒr die Aktien des Euroraums gab den siebten Börsentag in Folge nach. Mit minus 0,41 Prozent auf 5.836,10 ZĂ€hler fiel das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit fast drei Wochen.
AuĂerhalb des WĂ€hrungsraums schloss der britischen FTSE 100 GB0001383545 mit 0,11 Prozent im Plus bei 10.332,79 Punkten. Der schweizerische SMI CH0009980894 beendete den Handel 0,13 Prozent niedriger bei 13.147,94 ZĂ€hlern.
Angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs sind in der Eurozone die Inflationserwartungen der Verbraucher im MÀrz erheblich gestiegen. Laut einer Umfrage der EuropÀischen Zentralbank (EZB) erwarten die Konsumenten auf Sicht von zwölf Monaten eine Preissteigerung um 4,0 Prozent. Zuletzt hatten die befragten Verbraucher noch eine Inflation von 2,5 Prozent prognostiziert.
Im Branchenvergleich hielten sich erneut Ălwerte gut. Neben den gestiegenen Ălpreisen stĂŒtzten die Gewinne des Schwergewichts BP GB0007980591. Der Ălpreisschub hatte dem britischen Ălkonzern zum Jahresstart ĂŒberraschend stark sprudelnde Gewinne beschert. Die Aktie kletterte um gut ein Prozent nach oben.
Zur SchwĂ€che neigten dagegen die Pharmawerte EU0009658723. Novartis rutschten zunĂ€chst um bis zu gut fĂŒnf Prozent ab, drehten am Nachmittag aber wieder ins Plus. Die starke Konkurrenz durch Nachahmermedikamente im US-Markt hatte dem Pharmakonzern einen ĂŒberraschend schwachen Jahresstart eingebrockt.
Aktien von Bayer DE000BAY0017 reagierten mit einem KursrĂŒckgang von 4,6 Prozent negativ auf eine Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um milliardenschwere US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten.
Auch Chemieaktien EU0009658608 standen unter Druck. Hier verloren Air Liquide FR0000120073 3,2 Prozent. Der französische Gase-Hersteller hatte enttÀuschende Zahlen vorgelegt. Der Umsatz habe die Markterwartungen im ersten Quartal verfehlt, schrieb UBS-Analyst Charles Eden.
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