Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: ATX verliert 1,5 Prozent

20.04.2026 - 18:48:27 | dpa.de

An den europĂ€ischen AktienmĂ€rkten ist es nach der Erholung vor dem Wochenende angesichts neuer Spannungen in der Straße von Hormus am Montag abwĂ€rts gegangen.

Das hat auch die Wiener Börse zu spĂŒren bekommen. Der österreichische Leitindex ATX AT0000999982 schloss mit minus 1,53 Prozent bei 5.866,33 Punkten. Der ATX Prime verlor zum Handelsschluss 1,49 Prozent auf 2.903,12 ZĂ€hler. Auch die wichtigsten europĂ€ischen Börsen gingen mit Verlusten aus dem Tag.

Spaßverderber waren wieder einmal die USA und der Iran. Die Feuerpause zwischen den beiden Kontrahenten steht vor dem Scheitern. Grund dafĂŒr ist die Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die Amerikaner. Am Mittwoch lĂ€uft eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA aus. Pakistans Innenminister Mohsin Raza Naqvi vermittelt zwischen den beiden Kriegsparteien und empfing am Montag bei separaten Treffen diplomatische Vertreterinnen und Vertreter aus dem Iran und den USA. Der Iran erwĂ€gt nun doch eine Teilnahme an FriedensgesprĂ€chen mit den USA.

Am Nachmittag hatte US-PrÀsident Trump nach Zeitungsangaben gesagt, dass VizeprÀsident JD Vance auf dem Weg zu weiteren Verhandlungen nach Pakistan sei. Zudem machte Trump klar, es sei "höchst unwahrscheinlich", dass er den Waffenstillstand mit dem Iran verlÀngern werde, falls vor dessen Ablauf keine Einigung erzielt werde. Ferner betonte der PrÀsident, an der Seeblockade festhalten zu wollen, bis es eine Einigung mit dem Iran gibt.

Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden die schwergewichteten Bankenpapiere. RBI verloren als am Ende des ATX Prime um 4,5 Prozent, Erste Group AT0000652011 um 3,3 Prozent und Bawag AT0000BAWAG2 um 2,4 Prozent.

Die OMV AT0000743059 hat sich 56.000 Tonnen Rohöl aus der staatlichen Pflichtnotstandsreserve gesichert, wie das Wirtschaftsministerium am Montag bekanntgab. Die Menge wurde demnach zu marktĂŒblichen Preisen bereitgestellt, um zur Stabilisierung der EnergiemĂ€rkte beizutragen. OMV gewannen dem internationalen Trend folgend 0,9 Prozent.

Der Kautschuk- und Gummispezialist Semperit teilte am Freitagabend mit, ein gutes erstes Quartal 2026 zu erwarten. Allerdings bleibe die Prognose fĂŒr das Gesamtjahr unverĂ€ndert. Die Analysten von Warburg behielten ihre Kaufempfehlung "Buy" fĂŒr Semperit bei, erhöhten aber ihr Kursziel von 21,00 auf 22,00 Euro. Die Semperit-Aktie schloss unbewegt bei 14,95 Euro.

An der Spitze des österreichischen Leitindex lagen die Aktien des steirischen Leiterplattenherstellers AT&S. Sie verteuerten sich um 5,1 Prozent. BeflĂŒgelt zeigten sich auch die Papiere des Versorgers Verbund mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent.

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