Aktien Europa: ZurĂŒckhaltung prĂ€gt Geschehen
28.04.2026 - 11:59:25 | dpa.deNach den Verlusten am Vortag ging es leicht nach oben. Im Iran-Krieg gibt es unterdessen weiter keine AnnÀherung zwischen den USA und dem Iran.
"Die Verhandlungen sind festgefahren: Washington fordert eine sofortige KlÀrung des Atomprogramms, wÀhrend Teheran auf Zeit spielt und priorisiert, den militÀrischen Konflikt sowie die Spannungen im Golf zu entschÀrfen", hieà es in einer EinschÀtzung des Analyse-Dienstes Index Radar. "Einmal mehr scheint die Lage somit festgefahren und es mehren sich die Stimmen, dass der Konflikt noch einige Wochen andauern könnte oder sogar weiter eskaliert."
Gegen Mittag notierte der EuroStoxx 50 EU0009658145 0,33 Prozent höher mit 5.880,78 Punkten. AuĂerhalb des WĂ€hrungsraums stieg der britischen FTSE 100 GB0001383545 um 0,49 Prozent auf 10.372,14 Punkte. Der Schweizer SMI CH0009980894 gab dagegen um 0,52 Prozent auf 13.096,46 Punkte nach. Hier belasteten die Verluste des Schwergewichts Novartis CH0012005267.
Im Branchenvergleich waren erneut Ălwerte gefragt. Neben den gestiegenen Ălpreisen stĂŒtzten die Gewinne des Schwergewichts BP GB0007980591. Der Ălpreisschub hatte dem britischen Ălkonzern zum Jahresstart ĂŒberraschend stark sprudelnde Gewinne beschert. Die Aktie kletterte um drei Prozent.
Am Ende des Feldes lagen dagegen die Pharmawerte. Novartis standen mit 2,4 Prozent im Minus und belasteten damit den Sektor insgesamt. Die starke Konkurrenz durch Nachahmermedikamente im US-Markt hatte dem Pharmakonzern einen ĂŒberraschend schwachen Jahresstart eingebrockt. Damit verfehlte der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.
Aktien von Bayer DE000BAY0017 reagierten mit einem KursrĂŒckgang von 2,7 Prozent negativ auf eine Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um milliardenschwere US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten.
Schwach tendierten auch die Chemieaktien. Hier gaben Air Liquide FR0000120073 um 4,3 Prozent nach. Der französische Gase-Hersteller hatte enttÀuschende Zahlen vorgelegt. Der Umsatz habe die Markterwartungen im ersten Quartal verfehlt, schrieb UBS-Analyst Charles Eden.
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