Aktien Europa: Leichte Verluste - Anleger bleiben vorsichtig
29.04.2026 - 12:19:21 | dpa.deVor der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den Zahlen mehrerer groĂer US-Technologieunternehmen hielten sich Anleger zurĂŒck.
Am Mittag gab der EuroStoxx 50 EU0009658145 0,58 Prozent auf 5.802,36 Punkten nach. AuĂerhalb des WĂ€hrungsraums verlor der britischen FTSE 100 GB0001383545 0,7 Prozent auf 10.260,02 Punkte. Der Schweizer SMI CH0009980894 bĂŒĂte 0,56 Prozent auf 13.076,62 Punkte ein.
Marktteilnehmer sprachen von einer ambivalenten Lage. "Einerseits ĂŒbt der Konflikt im Nahen Osten ĂŒber die Energiepreise einen hohen Druck auf die Wirtschaft und ĂŒber die Inflationsentwicklungen und die Geldpolitik der groĂen Notenbanken aus", so Andreas Lipkow, Marktanalyst beim Broker CMC Markets. "Andererseits können viele Unternehmensdaten positiv ĂŒberraschen und den trĂŒben Konjunkturaussichten trotzen."
StÀrkster Sektor waren die Telekomwerte. Deutsche Telekom DE0005557508 profitierten von Quartalszahlen der Mobilfunk-Tochter T-Mobile US US8725901040 und legten um 1,6 Prozent zu. Hinzu kam die anhaltende Rekordjagd von Nokia FI0009000681. Barclays hatte das Kursziel massiv von 5,20 auf 8,00 Euro angehoben.
Finanzdienstleister wurden von den Gewinnen der UBS-Aktie CH0244767585 gestĂŒtzt, die um 4,5 Prozent anzog. Das Institut habe starke Ergebnisse vorgelegt, die von einer regen KundenaktivitĂ€t in verschiedenen GeschĂ€ftsbereichen profitiert habe, hieĂ es von der kanadischen RBC.
Ălwerte waren weiterhin gefragt. Neben anhaltend hohen Ălpreisen stĂŒtzten die Zahlen von Totalenergies FR0000120271. Das Unternehmen hatte im ersten Quartal deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Deshalb wollen die Franzosen das Tempo ihrer AktienrĂŒckkĂ€ufe wieder erhöhen und eine höhere Dividende fĂŒr das erste Quartal ausschĂŒtten.
Verluste gab es dagegen erneut bei den Pharmawerten. Astrazeneca GB0009895292 sanken um 1,4 Prozent. Analyst Darren Nathan von der Investmentplattform Hargreaves Lansdown sprach zwar von soliden Quartalszahlen. Allerdings sei das Zahlenwerk zu unspektakulÀr, um der Aktie, die derzeit in einer SeitwÀrtsbewegung feststecke, neue Impulse zu geben.
Ăhnlich sah es bei GSK GB0009252882 aus, die um 1,8 Prozent fielen. Dass der Pharmakonzern die Erwartungen ĂŒbertroffen habe, scheine vor allem auf die aufgestockten US-LagerbestĂ€nde des GĂŒrtelrose-Impfstoffs Shingrix sowie einmalige Einsparungen bei den Rechtskosten zurĂŒckzufĂŒhren zu sein, schrieb Analyst Zain Ebrahim von JPMorgan. Daher werte er den Zwischenbericht nur als moderat positiv.
Unter den ebenfalls schwÀchelnden Autowerten sanken Volvo Cars SE0021628898 um 2,2 Prozent. Der Autobauer hadert weiter mit einer schwachen Nachfrage.
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