New York Schluss: Rekorde - Hoffnung auf Rahmenabkommen in Nahost
28.05.2026 - 22:36:39 | dpa.deSowohl der marktbreite Aktienindex S&P 500 US78378X1072 als auch die technologielastigen Börsenbarometer Nasdaq 100 US6311011026 und Nasdaq Composite XC0009694271 erreichten HöchststĂ€nde. Die Indizes profitierten dabei auch von positiven Unternehmensnachrichten rund um KĂŒnstliche Intelligenz (KI).
UnterhÀndler aus den Vereinigten Staaten und dem Iran haben laut US-Kreisen eine vorlÀufige Einigung zu einem Rahmenabkommen erzielt. PrÀsident Donald Trump muss aber noch seine Zustimmung geben, wie das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtete. Kreise bestÀtigten auf Nachfrage den Inhalt des Medienberichts. Iranischen Angaben zufolge ist eine vorlÀufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg zwischen Teheran und Washington hingegen bislang weder fertiggestellt noch bestÀtigt.
Der S&P 500 stieg um 0,58 Prozent auf 7.563,63 Punkte. FĂŒr den viel beachteten Nasdaq 100 ging es um 0,84 Prozent auf 30.223,89 Punkte nach oben, der umfassendere Nasdaq Composite legte um 0,91 Prozent zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 hingegen schloss nur 0,05 Prozent höher bei 50.668,97 Punkten.
Das Thema KĂŒnstliche Intelligenz spielte unser anderem nach den GeschĂ€ftszahlen von Snowflake US8334451098 und Salesforce US79466L3024 eine wichtige Rolle. Brent Thill, Analyst der Investmentbank Jefferies, sprach mit Blick auf die beiden Softwareunternehmen von der "Geschichte der zwei groĂen S: Snowflake nimmt Fahrt auf und Salesforce bleibt stabil". Dies zeigte sich auch bei den Aktienkursen: WĂ€hrend Snowflake um 36,5 Prozent nach oben schnellten, suchten Salesforce einen klaren Trend. Am Ende lagen die Aktien 0,8 Prozent im Minus.
"Die Bilanzen bestĂ€tigen unsere EinschĂ€tzung, dass sich die Monetarisierung von KĂŒnstlicher Intelligenz zuerst und am deutlichsten im Bereich Daten-Infrastruktur zeigt", so Thill. Seine Kollegin Gabriela Borges von der Bank Goldman Sachs hĂ€lt Snowflake fĂŒr gut positioniert, sich ein groĂes StĂŒck vom Kuchen der KI-bedingten Nachfrage nach Cloud-Diensten abzuschneiden.
Die Softwarebranche erlebt insgesamt eher eine schwierige Zeit. Die Anleger schwanken zwischen der Sorge vor VerdrÀngungseffekten durch KI und den Chancen, die dieser Megatrend andererseits auch bietet.
Unter den gröĂten Gewinnern im Dow zogen die Anteilscheine von Microsoft US5949181045 um 3,5 Prozent an. Laut einem Bericht des Tech- und Wirtschaftsmagazins "The Information", der sich auf eine nicht namentlich genannte Person beruft, wird der Software-Konzern nĂ€chste Woche auf seiner jĂ€hrlichen Entwickler-Konferenz eine Reihe neuer KI-Modelle vorstellen.
Im Fokus standen auch die Aktien der Drohnenhersteller Kratos US50077B2079, Red Cat US75644T1007 und Unusual Machines US91532F1021 mit Kursgewinnen zwischen knapp 14 und gut 57 Prozent. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" befindet sich die US-Regierung in Verhandlungen mit Unternehmen des strategisch wichtigen Sektors ĂŒber staatliche Finanzhilfen. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde die Bedeutung von Drohnen deutlich. Zuletzt hatte der Iran-Krieg dies untermauert.
DarĂŒber hinaus griffen Anleger bei EinzelhĂ€ndlern zu, nachdem Dollar Tree US2567461080 seine Prognose fĂŒr den bereinigten Gewinn je Aktie fĂŒr das Gesamtjahr ĂŒberraschend deutlich angehoben hatte. Das erste Quartal war fĂŒr den Betreiber von Billig-GemischtwarenlĂ€den unerwartet gut verlaufen. Die Anteilscheine schnellten an der S&P-500-Spitze um fast 18 Prozent in die Höhe. Im Kielwasser zogen die Aktien von Best Buy US0865161014 um knapp 16 Prozent an. Bei den Papieren von Kohl's US5002551043 stand ein Plus von fast 21 Prozent zu Buche./la/he
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
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