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Analog Devices Aktie: KeyCorp hebt Ziel auf 525 Dollar

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 18:27 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Starke Quartalszahlen und KI-Nachfrage treiben Analog Devices. Analysten heben Gewinnschätzungen und Kursziele an.

Analog Devices: Analysten erhöhen Prognosen dank KI-Boom
Nahaufnahme von Mikrochips und Leiterplatten, die von hellen Lichtstrahlen beleuchtet werden, symbolisiert Innovation und Wachstum in der Halbleiterindustrie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Inmitten einer dynamischen Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) haben namhafte Analystenhäuser ihre Prognosen für das Unternehmen nach oben korrigiert. Insbesondere die Nachfrage nach Analogchips für KI-Rechenzentren erweist sich als wesentlicher Wachstumstreiber für den Konzern.

Analysten heben Gewinnprognosen und Kursziele an

Die Experten von KeyCorp blicken deutlich optimistischer auf das dritte Quartal 2026. Sie hoben ihre Schätzung für den Gewinn pro Aktie (EPS) von zuvor 3,02 US-Dollar auf nun 3,41 US-Dollar an. Das Haus bestätigte zudem seine Einstufung mit „Overweight“ und setzt ein Kursziel von 525 US-Dollar fest. Auch andere Institute schlossen sich diesem Trend an: Cantor Fitzgerald veranschlagt ein Kursziel von 550 US-Dollar, während Argus seine Prognose auf 460 US-Dollar erhöhte.

Diese Zuversicht stützt sich unter anderem auf die bereits gemeldeten Zahlen für das zweite Quartal. Analog Devices übertraf hierbei mit einem Gewinn pro Aktie von 3,09 US-Dollar den Marktkonsens von 2,89 US-Dollar deutlich. Der Umsatz kletterte in diesem Zeitraum auf 3,62 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 37,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Für das laufende dritte Quartal gab das Management eine Guidance für das EPS in einer Spanne von 3,15 bis 3,45 US-Dollar aus.

Strategische Erweiterung im KI-Sektor

Analog Devices forciert seine Bemühungen, eine führende Rolle bei der Energieversorgung von KI-Rechensystemen einzunehmen. Ein wesentlicher Baustein dieser Strategie ist die Akquisition von Empower Semiconductor für rund 1,5 Milliarden US-Dollar in bar. Das Unternehmen ist auf hocheffiziente Energietechnologien spezialisiert, darunter Silizium-Kondensatoren und integrierte Spannungsregler. Diese Komponenten sind entscheidend für die Leistungsfähigkeit moderner KI-Chips und die Senkung des Energieverbrauchs in Hyperscale-Rechenzentren.

Zusätzlich zur technologischen Expansion hat das Unternehmen seine finanzielle Flexibilität gestärkt. Analog Devices sicherte sich eine neue revolvierende Kreditfazilität über 3,0 Milliarden US-Dollar mit einer Laufzeit von 364 Tagen. Parallel dazu wurde die Ermächtigung für Aktienrückkäufe auf insgesamt 23,67 Milliarden US-Dollar ausgeweitet. Diese Maßnahmen unterstreichen das Bestreben, den Shareholder-Value durch Kapitalrückführungen und Investitionen in Wachstumsmärkte wie die industrielle Automatisierung zu steigern.

Institutionelles Interesse und Marktlage

Das Vertrauen in das Geschäftsmodell spiegelt sich auch in den Bewegungen großer institutioneller Anleger wider. Im ersten Quartal 2026 erhöhte die Principal Financial Group ihre Position in Analog Devices um 1,5 % auf insgesamt 557.221 Aktien. Auch die Norges Bank ist mit einer neuen Beteiligung im Wert von rund 2,22 Milliarden US-Dollar eingestiegen. Insgesamt befinden sich rund 86,81 % der Anteile in institutioneller Hand.

Trotz der positiven operativen Nachrichten zeigt sich die Aktie im aktuellen Marktumfeld volatil. Der Titel notiert derzeit bei 333,25 €, was einem Tagesrückgang von 1,99 % entspricht. Langfristig bleibt die Performance jedoch beachtlich: Seit Jahresbeginn konnte der Wert um 42,63 % zulegen. Gleichwohl liegt das Papier momentan 14,22 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 22. Juni 2026 bei 388,50 € erreicht wurde.

Neben den Expansionsplänen bleibt Analog Devices ein beständiger Dividendenzahler. Das Unternehmen schüttet eine Quartalsdividende von 1,10 US-Dollar aus, was einer jährlichen Dividende von 4,40 US-Dollar entspricht. Dies resultiert in einer Rendite von etwa 1,1 % bei einer Ausschüttungsquote von 65,38 %. Zusammen mit dem geplanten Ausbau der Kapazitäten in Oregon, für den das Unternehmen rund eine Milliarde US-Dollar investiert, positioniert sich der Konzern breit für die künftigen Anforderungen der Halbleiterindustrie.

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