Andritz Aktie: Rekord-Auftragseingang von 3,6 Milliarden
25.05.2026 - 13:54:02 | boerse-global.deAndritz profitiert zum Wochenstart von einem klaren Muster: starke Zahlen, steigende Erwartungen und ein Kurs, der schon dicht an sein Hoch herangelaufen ist. Der österreichische Anlagenbauer bekommt Rückenwind von Analystenseite und von einer Auftragslage, die derzeit kaum Raum für Skepsis lässt.
Analysten heben den fairen Wert
Die Wiener Privatbank hat ihre Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel von 79,20 Euro auf 84,60 Euro angehoben. Das ist kein kleiner Feinschliff, sondern eine sichtbare Neubewertung der jüngsten Geschäftsentwicklung.
Der Markt hatte auf diese Signale bereits reagiert. Die Aktie stieg zuletzt um rund vier Prozent und notierte am heutigen Montag bei 77,20 Euro, nur minimal unter dem 52-Wochen-Hoch. Über die vergangenen sieben Tage legte der Titel um 4,32 Prozent zu, auf Sicht von zwölf Monaten sind es 24,42 Prozent.
Rekordauftragseingang stützt die Story
Der eigentliche Treiber liegt operativ. Im ersten Quartal 2026 meldete Andritz einen Rekord-Auftragseingang von rund 3,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Besonders gefragt waren Lösungen rund um erneuerbare Energien, vor allem große Wasserkraft- und Pumpspeicherprojekte in Indien, Südostasien und Brasilien. Der Auftragsbestand von 12,4 Milliarden Euro verschafft dem Konzern eine breite Grundlage für die nächsten Quartale.
Auch das Ergebnis entwickelte sich solide. Das Konzernergebnis stieg leicht auf 91,8 Millionen Euro. Der hohe Serviceanteil, der im ersten Quartal 46 Prozent des Umsatzes ausmachte, hilft zusätzlich, die Marge zu stabilisieren.
Wachstum bleibt das Thema
Die Analysten sehen den Titel nicht nur wegen der aktuellen Auftragslage attraktiv. In der weiteren Bewertung werden teils faire Werte bis 114 Euro genannt, gestützt auf Cashflow-Schätzungen. Der Abstand zum aktuellen Kurs bleibt damit spürbar.
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Für das Gesamtjahr 2026 plant das Management mit einem Umsatz von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro und einer EBITA-Marge von 8,7 bis 9,1 Prozent. Langfristig bleibt das Ziel von 10 Milliarden Euro Umsatz stehen. Rückenwind kommt dabei aus den Bereichen Zellstoff, Papier und Umwelttechnik, während Metals zuletzt unter der Schwäche im Automobilsektor litt.
Technisch ist die Aktie bereits heiß gelaufen. Der RSI liegt bei 87,2, die 30-Tage-Volatilität bei 30,11 Prozent. Solange die Auftragsseite so stark bleibt, dürfte das Papier aber vor allem an den nächsten operativen Details gemessen werden.
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