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Android 13 verliert Support, Millionen Smartphones gefährdet

18.04.2026 - 10:09:57 | boerse-global.de

Google stellt Updates für Android 13 ein, was über 400 Millionen Smartphones verwundbar macht. Gleichzeitig zeigen Tests massive Schwächen in der Gesichtserkennung vieler Top-Modelle.

Android 13 verliert Support, Millionen Smartphones gefährdet - Foto: über boerse-global.de

Gleichzeitig offenbaren Tests massive Schwachstellen in der Gesichtserkennung vieler Top-Smartphones. Die Cyberkriminalität erreicht mit Milliardenschäden ein neues Niveau.

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Software-Aus: Updates für Android 13 gestoppt

Seit März erhalten Hunderte Millionen Smartphones keine Sicherheitsupdates mehr. Google hat den Support für Android 13 eingestellt. Das System lief Ende 2025 noch auf 13,9 Prozent aller Android-Geräte weltweit – das sind über 417 Millionen betroffene Nutzer. In Deutschland lag der Marktanteil zuletzt bei 11,5 Prozent.

Die Lage spitzt sich weiter zu. Im Juni startet der Rollout von Android 17. Viele ältere Modelle werden den Sprung nicht mehr schaffen. Betroffen sind etwa Google Pixels vor der 8er-Serie, Samsung Galaxy A-Modelle von vor 2024 und frühe OnePlus-Geräte. Für Nutzer kann das böse enden: Nicht nur Sicherheitslücken bleiben offen, auch Banking-Apps könnten den Dienst verweigern.

Besonders in Schwellenländern wird das zum finanziellen Problem. In Kenia kosten notwendige Ersatzgeräte umgerechnet 200 bis 500 Euro. Auch für die Pixel-6-Modelle tickt die Uhr: Ihr finales Update ist für Oktober angekündigt.

Biometrie-Test: 2D-Foto trickst Flaggschiffe aus

Nicht nur veraltete Software, auch mangelhafte Hardware wird zum Risiko. Eine Langzeitstudie der britischen Verbraucherorganisation Which? zeigt erschreckende Lücken. 64 Prozent der getesteten 208 Smartphone-Modelle ließen sich mit einem einfachen Foto überlisten.

Das betraf sogar aktuelle Top-Geräte aus dem Jahr 2025. Das Samsung Galaxy S25, das Motorola Razr 50 Ultra und das Oppo Find X9 Pro fielen durch. Zwar sank die Quote gegenüber dem Vorjahr leicht von 72 Prozent, doch Marken wie Asus, Honor, Xiaomi oder Vivo bleiben anfällig.

Als sicher erwiesen sich Modelle mit 3D-Erfassungssystemen. Dazu zählen Apple iPhones und die Google Pixel 8, 9 und 10. Samsung plant für sein kommendes S26 Ultra eine neue Privacy-Display-Technologie. Sie soll mit speziellen Pixeln und KI Bildschirminhalte für Nebenstehende unsichtbar machen.

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Cybercrime 2025: KI-Betrug und Rekrutierung per Game

Das FBI beziffert den wirtschaftlichen Schaden durch Cyberkriminalität im Jahr 2025 auf rund 21 Milliarden US-Dollar. Allein Betrug mit Kryptowährungen schlug mit 11,4 Milliarden zu Buche. Besonders stark traf es Senioren über 60, die über 7,7 Milliarden Dollar verloren.

Erstmals erfasste das FBI auch explizit KI-Kriminalität. Über 22.000 gemeldete Fälle verursachten einen Schaden von 893 Millionen Dollar. Die Methoden wurden raffinierter: KI-generierte Geschäfts-E-Mails, täuschend echte Stimmenklone und Deepfake-Vorstellungsgespräche brachten Betrügern 13 Millionen Dollar ein.

Gleichzeitig ändert sich die Rekrutierung der Täter. Das FBI beobachtet, dass die Generation Z zunehmend über Gaming-Plattformen und Chat-Dienste für Cybercrime angeworben wird. Ein 22-Jähriger aus Portland erhielt dafür sechs Jahre Haft. Ein weiterer Hacker, der Daten von 70 Millionen Schülern stahl, wurde zu vier Jahren verurteilt.

Spyware und Zero-Days: Angreifer rüsten auf

Die technologische Bedrohung wächst ständig. Im April entdeckten Forscher eine kritische Lücke im Android-Framework, die Denial-of-Service-Angriffe ermöglicht. Parallel verbreiten sich hochgefährliche Spyware-Tools wie DarkSword und Coruna.

DarkSword zielt auf das aktuelle iOS 18, Coruna nutzt bis zu 23 Schwachstellen in älteren iOS-Versionen. Die Infektion kann schon durch den Besuch einer manipulierten Website erfolgen – ohne dass der Nutzer etwas anklickt. Die Spyware stiehlt dann Passwörter, chats und Fotos.

Auch bei Desktop-Software bleibt die Lage angespannt. Microsoft schloss im April über 160 Sicherheitslücken, darunter zwei aktiv genutzte Zero-Days. Eine betraf SharePoint, die andere den Microsoft Defender. Experten warnen zudem vor Angriffen auf Python-Notebooks, bei denen eine Blockchain-Backdoor eingeschleust wird.

Datenschutz: Cloud-Lücken und behördlicher Zugriff

Nicht nur Kriminelle, auch Sicherheitslücken und Behörden gefährden private Daten. Ein Fall aus Brasilien zeigt die Grenzen der Cloud-Sicherheit: Die Polizei zerschlug einen Geldwäsche-Ring, indem sie auf ein unverschlüsseltes iCloud-Backup eines Buchhalters zugriff. Standard-Backups sind nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt, es sei denn, man aktiviert die Option manuell.

Ähnliches gilt für Messenger. Das FBI konnte Berichten zufolge gelöschte Nachrichten aus der Benachrichtigungsdatenbank von iPhones extrahieren. Sicherheitsexperten raten daher, Benachrichtigungsinhalte in den App-Einstellungen zu verbergen.

International verschärfen sich die Kontrollen. In Hongkong dürfen Behörden seit dem 23. März bei Verdacht auf Gefährdung der nationalen Sicherheit die Entschlüsselung von Geräten verlangen. In den USA führte der Grenzschutz 2025 über 55.000 Gerätedurchsuchungen durch. Die Sicherheit des Smartphones wird zunehmend eine rechtliche Frage.

Gegenmaßnahmen: Neue Chips und dringende Tipps

Die Industrie arbeitet an Hardware-Lösungen. MediaTek bereitet den Dimensity 9600 Pro vor, einen Chip im fortschrittlichen 2nm-Verfahren mit Taktraten bis zu 5 GHz. Er soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Geräten wie dem Vivo X500 verbaut werden und könnte auch Sicherheitsfunktionen stärken.

Google testet unterdessen in der Android-17-Beta neue Features wie „Pixel Glow“ – eine Benachrichtigungs-Lichtanimation auf der Geräterückseite. Für Nutzer bleibt die wichtigste Maßnahme jedoch simpel: Updates sofort installieren. Zudem raten Experten dringend zu Authenticator-Apps statt SMS-Codes für die Zwei-Faktor-Authentifizierung und zur Aktivierung von SIM-PINs.

Die Bedrohungslage bleibt hoch. Allein im ersten Quartal 2026 gab es über 2.000 Ransomware-Angriffe. In diesem Jahr wird die konsequente Systempflege zur überlebenswichtigen Gewohnheit für jeden Smartphone-Nutzer.

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