Antimony Resources Aktie: Bald Hill vor RessourcenschÀtzung
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 06:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Antimony Resources legt am Mittwoch um 6,76 Prozent zu und schlieĂt bei 0,3000 Euro. Die Rally beendet eine mehrwöchige Konsolidierung und fĂ€llt mit zwei Entwicklungen zusammen, die das Unternehmen strategisch neu positionieren: einer prominenten Personalie im Beirat und dem Warten auf eine entscheidende RessourcenschĂ€tzung fĂŒr das Flaggschiffprojekt Bald Hill in New Brunswick.
Ein Ex-MilitĂ€rprofessor soll TĂŒren öffnen
Am 14. Juli 2026 holt Antimony Resources John M. Melkon in sein Beratergremium. Melkon war Dozent und Direktor an der US-MilitÀrakademie West Point. Er bringt tiefe Kenntnisse in nationaler Sicherheitspolitik und bei kritischen Mineralien mit.
Die Berufung zielt auf ein konkretes Ziel: Bald Hill soll sich als heimische Antimon-Quelle fĂŒr die US-Verteidigungsindustrie etablieren. Antimon steckt in panzerbrechender Munition, NachtsichtgerĂ€ten und hitzebestĂ€ndigen Materialien fĂŒr MilitĂ€rtechnik. ExportbeschrĂ€nkungen groĂer Produzenten setzen die globalen Lieferketten unter Druck. Ăber Melkons Kontakte prĂŒft das Unternehmen nun mögliche staatliche Förderprogramme und Beschaffungswege.
Bohrergebnisse bestÀtigen hochgradige Vererzung
Im Zentrum des Anlegerinteresses steht die erste NI-43-101-konforme RessourcenschĂ€tzung fĂŒr Bald Hill. Sie gilt als der entscheidende Katalysator fĂŒr die Bewertung des Unternehmens. Die SchĂ€tzung soll Daten aus einem 18.000 Meter umfassenden Bohrprogramm einbeziehen, das die erste JahreshĂ€lfte 2026 ĂŒber lief.
Erste Ergebnisse aus der sogenannten Main Zone untermauern das Potenzial der LagerstĂ€tte. Anfang Juli veröffentlichte Analysewerte zeigten in einzelnen Bohrlöchern Antimon-Konzentrationen von bis zu 33,40 Prozent. Die bekannte Vererzung erstreckt sich mittlerweile ĂŒber rund 600 Meter StreichlĂ€nge und reicht mehr als 350 Meter in die Tiefe. In mehrere Richtungen bleibt die LagerstĂ€tte offen.
Charttechnik zeigt Erholung von niedrigem Niveau
Trotz des Kurssprungs notiert die Aktie noch 71,53 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro vom 17. MĂ€rz 2026. Der 14-Tage-RSI von 39,7 deutet allerdings darauf hin, dass der Verkaufsdruck aus dem FrĂŒhsommer nachlĂ€sst. Der Kurs stabilisiert sich ĂŒber seinem 52-Wochen-Tief von 0,1174 Euro.
Auf Jahressicht steht ein Minus von 6,25 Prozent zu Buche. Der Zwölfmonatsvergleich fĂ€llt dagegen deutlich freundlicher aus: ein Plus von 155,54 Prozent. Diese langfristige Neubewertung spiegelt einen breiteren geopolitischen Trend wider â die Suche nach kritischen Mineralien abseits chinesischer Lieferketten gewinnt an Fahrt.
Die anstehende RessourcenschĂ€tzung soll die fachliche Grundlage fĂŒr die weitere Projektentwicklung liefern. GenehmigungsantrĂ€ge peilt das Unternehmen fĂŒr Ende 2026 oder Anfang 2027 an.
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