ASML, Gewinn

ASML: 64,73 Prozent Gewinn seit Jahresbeginn

Veröffentlicht: 04.07.2026 um 22:38 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Trotz Exportdebatte kaufen Profis massiv ASML-Aktien. Rekordaufträge und starke Quartalszahlen treiben den Kurs auf neue Höhen.

ASML Aktie: Hedgefonds setzen Milliarden auf Chip-Ausrüster
Abstrakte Darstellung der Halbleiterindustrie mit dynamischen Lichtstrahlen und kristallinen Strukturen, die Innovation und Wachstum symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die USA diskutieren schärfere Exportkontrollen für Chip-Technologie. Die großen Vermögensverwalter stört das wenig. Im Gegenteil. Sie kaufen im großen Stil ASML-Aktien. Der Grund liegt in den starken Geschäftszahlen.

Am Freitag schloss das Papier mit einem Plus von knapp fünf Prozent bei 1.628 Euro. Damit summiert sich der Kursgewinn seit Jahresbeginn auf 64,73 Prozent.

Das Rekordhoch von Ende Juni bei 1.748 Euro rückt wieder in greifbare Nähe. Auch die langfristigen technischen Indikatoren zeigen unverändert nach oben.

Prognose angehoben

Das Fundament für diesen Lauf bilden starke operative Daten. Im ersten Quartal 2026 erzielte ASML einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge erreichte starke 53 Prozent.

Das Management blickt extrem optimistisch nach vorn. Der Vorstand hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 36 bis 40 Milliarden Euro an. Ein massiver Auftragsbestand von knapp 39 Milliarden Euro stützt diese ambitionierten Ziele.

Großeinkauf der Profis

Hedgefonds und professionelle Investoren positionieren sich entsprechend. Arrowstreet Capital verdreifachte seinen Bestand im ersten Quartal nahezu. Auch Tensor Edge Capital baute seinen Anteil um 49 Prozent aus. Insgesamt halten institutionelle Anleger nun mehr als ein Viertel der ausstehenden Aktien.

Treiber dieser Nachfrage bleiben die komplexen EUV-Lithografiesysteme. ASML plant für das laufende Jahr die Auslieferung von mindestens 60 Anlagen. Für 2027 liegt die Zielmarke bereits bei 80 Einheiten.

Ohne diese Maschinen lassen sich die neuesten KI-Chips schlicht nicht herstellen. Das verleiht dem niederländischen Konzern eine absolute Ausnahmestellung. Politische Diskussionen um diplomatische Allianzen und Exportbeschränkungen prallen daran derzeit ab. Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur treibt das weltweite Halbleitervolumen weiter nach oben. ASML bleibt der unverzichtbare Ausrüster dieser Entwicklung.

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