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ASML Aktie: Neues Exportgesetz bedroht China-GeschÀft

Veröffentlicht am: 03.04.2026 um 20:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein neuer US-Gesetzentwurf könnte den Export von ASMLs DUV-Lithografiemaschinen nach China verbieten. Der Markt machte 2025 ein Drittel des Umsatzes aus. Die Aktie verlor bereits.

ASML Aktie: Neues Exportgesetz bedroht China-GeschÀft Illustration mit AI erstellt.
ASML Aktie: Neues Exportgesetz bedroht China-GeschÀft Illustration mit AI erstellt.

Ein parteiĂŒbergreifender Gesetzentwurf im US-Kongress setzt ASML unter Druck. Der sogenannte MATCH Act wĂŒrde Exporte von DUV-Lithografiemaschinen nach China verbieten — genau jenes Segment, in dem ASML bislang noch ungehindert liefern darf. Die Aktie verlor am Freitag rund 3 Prozent.

Was der MATCH Act konkret vorsieht

Bisher blockieren niederlĂ€ndische Exportkontrollen — koordiniert mit Washington — nur ASMLs modernste EUV-Systeme. Ältere DUV-Maschinen darf das Unternehmen weiterhin an chinesische Chipfabriken verkaufen. Genau das wĂŒrde der neue Gesetzentwurf unterbinden.

ZusĂ€tzlich zum Maschinenverkauf liefert ASML Wartungsservices fĂŒr bereits installierte GerĂ€te in China — ein Bereich, der US-Unternehmen schon lĂ€nger verboten ist. Experten zufolge ermöglicht dieser Service chinesischen Chipfabriken, defekte Maschinen zu reparieren und weiter leistungsfĂ€hige Chips herzustellen. Auch dieser Kanal wĂŒrde unter dem MATCH Act geschlossen. Eine Senatsversion des Gesetzes soll noch im April folgen.

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Chinas Gewicht in ASMLs BĂŒchern

Die Dimension des Problems wird klar, wenn man die Zahlen betrachtet: China war ASMLs grĂ¶ĂŸter Einzelmarkt im Jahr 2025 und machte 33 Prozent des Umsatzes aus. Im vierten Quartal 2025 lag der Anteil sogar bei 36 Prozent der SystemverkĂ€ufe. FĂŒr 2026 erwartet das Unternehmen einen RĂŒckgang auf rund 20 Prozent — ein Trend, der sich durch den MATCH Act deutlich beschleunigen könnte.

ASML selbst wollte sich am Freitag nicht Ă€ußern. Das niederlĂ€ndische Außenministerium verwies darauf, dass es sich um einen auslĂ€ndischen Gesetzentwurf handle, zu dem man keine Stellung nehme.

Quartalszahlen am 15. April als nÀchster Gradmesser

Die Unsicherheit trifft ASML zu einem sensiblen Zeitpunkt. Am 15. April prĂ€sentieren CEO Christophe Fouquet und CFO Roger Dassen die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 — Anleger werden dabei besonders auf AuftragseingĂ€nge, die regionale Umsatzverteilung und Aussagen zum China-Exposure achten.

Das Unternehmen hatte zuletzt einen Gesamtumsatz von 34 bis 39 Milliarden Euro fĂŒr 2026 in Aussicht gestellt, bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2025 lag bei 38,8 Milliarden Euro — die Nachfrage ist also vorhanden. Die offene Frage ist, wie viel davon tatsĂ€chlich ausgeliefert werden darf, sollte der MATCH Act Gesetz werden. Am 24. April folgt zudem eine Bardividende von 2,70 Euro je Aktie.

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