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AST SpaceMobile Aktie: 14-Prozent-Einbruch nach Milliarden-Anleihe

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 20:55 Uhr, Redaktion boerse-global.de

AST SpaceMobile nimmt eine Milliarde Dollar über Wandelanleihen auf. Die Aktie fällt wegen Verwässerungsängsten um über 14 Prozent.

AST SpaceMobile: Milliarden-Anleihe löst Kursrutsch aus
Eine dunkle, turbulente Himmelslandschaft über einem weitläufigen Netzwerk aus Lichtspuren, die den Telekommunikationssektor und einen Markteinbruch darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

AST SpaceMobile baut sein finanzielles Fundament massiv aus. Der Entwickler von weltraumgestützten Mobilfunknetzen sichert sich eine Milliarde US-Dollar über eine neue Wandelanleihe. Der Markt reagiert empfindlich auf die mögliche Verwässerung: Die Aktie bricht im heutigen Handel um über 14 Prozent ein.

Die Konditionen der Anleihe stehen fest. Die Papiere laufen bis 2034 und verzinsen sich mit jährlich 1,625 Prozent. Der Wandlungspreis liegt bei rund 79,57 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 20 Prozent auf den letzten Schlusskurs an den US-Börsen.

Strategische Reserve für das Netzwerk

Um den Effekt der Verwässerung für bestehende Aktionäre abzufedern, nutzt das Unternehmen zusätzliche Absicherungsgeschäfte. Diese sogenannten Capped-Call-Transaktionen schützen die Anteile bis zu einem Kurs von rund 149 US-Dollar. Parallel dazu verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über Barmittel von etwa 2,7 Milliarden US-Dollar.

Das neue Kapital fließt direkt in das Wachstum. Das Management plant, den Zugang zum Orbit für das Satelliten-Telefonnetz abzusichern. Ein Teil der Mittel könnte zudem in Übernahmen fließen. Das Ziel ist eine vertikale Integration, um die Abhängigkeit von externen Dienstleistern zu verringern.

Verzögerungen beim Zeitplan

Der Ausbau des Netzwerks im All macht Fortschritte, stößt aber auf Hindernisse. AST SpaceMobile verschiebt den Start seines kommerziellen Dienstes auf Anfang 2027. Ursprünglich sollte der Betrieb bereits Ende 2026 anlaufen. Als Grund nennt das Unternehmen Verzögerungen beim Raketenanbieter Blue Origin.

Indes schreiten die Starts mit anderen Partnern voran. Zuletzt brachte eine SpaceX-Rakete drei BlueBird-Satelliten erfolgreich in den Orbit. In der ersten Augusthälfte sollen drei weitere Einheiten folgen. Damit wächst die Flotte im All auf insgesamt 13 Satelliten an.

Die Aktie notiert aktuell bei 49,40 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf rund 31 Prozent. Für das Unternehmen beginnt nun die Phase der Umsetzung, in der die technologische Basis in ein marktfähiges Produkt überführt werden muss.

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