AST SpaceMobile Aktie: Rakuten verkauft 4,5 Millionen Anteile
Veröffentlicht: 09.05.2026 um 11:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der massive Verkaufsdruck durch den Großaktionär Rakuten ist pünktlich zum Wochenende gewichen. Während die Aktie am Freitag zweistellig zulegte, bereiten sich Anleger auf den Geschäftsbericht am Montag vor. Nach dem jüngsten Verlust eines Satelliten steht die Glaubwürdigkeit des ambitionierten Zeitplans nun auf dem Prüfstand.
Rakuten beendet Anteilsverkauf
Rakuten Mobile hat sein angekündigtes Verkaufsprogramm vollständig abgeschlossen. Der japanische Konzern trennte sich in den vergangenen Wochen von rund 4,5 Millionen Papieren und erzielte dabei Erlöse von etwa 392 Millionen Dollar. Der verbleibende Anteil an AST SpaceMobile liegt nun bei 5,3 Prozent. Marktbeobachter werten das Ende der Verkäufe als Entlastung, da ein großer Angebotsüberhang vom Markt verschwindet.
Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Kurssprung von 14,18 Prozent auf 63,60 Euro. Damit kämpft das Papier unmittelbar um die Rückkehr über die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 63,96 Euro verläuft. Trotz der hohen Volatilität in der laufenden Woche bleibt die Performance auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Plus von 181 Prozent beachtlich.
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Rückschlag im Orbit und Finanzcheck
Operativ verlief die Woche weniger glücklich. Der Satellit BlueBird-7 musste nach einem fehlerhaften Raketenstart kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Das Unternehmen meldete den Vorfall als Versicherungsfall. Analysten der Bank of America schätzen jedoch, dass AST SpaceMobile das Ausbauziel für das Jahr 2026 nun um sieben Einheiten verfehlen könnte.
Am Montag, den 11. Mai, folgt mit den Quartalszahlen der nächste Härtetest. Experten rechnen mit einem Umsatz von 40 Millionen Dollar—ein deutlicher Sprung im Vergleich zu den 3,25 Millionen Dollar des Vorjahreszeitraums. Der operative Verlust soll sich indes auf 0,17 Dollar je Aktie belaufen. Mit liquiden Mitteln von über 3,9 Milliarden Dollar verfügt das Management über ein komfortables Polster für den weiteren Netzausbau.
Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt auf dem Update zur Produktionsgeschwindigkeit der nächsten Satelliten-Generation. CEO Abel Avellan, der seit Jahren auf ein Grundgehalt verzichtet, muss belegen, dass der Zeitplan trotz des technischen Fehlschlags stabil bleibt. Ein klares Bekenntnis zum Ziel von 45 Satelliten bis Ende 2026 wäre ein wichtiges Signal für den Markt.
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