Atos Aktie: Eviden startet Salesforce-Integration
Veröffentlicht: 30.06.2026 um 13:49 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Atos kommt voran. Die Tochter Eviden hat eine Sicherheitslösung für Salesforce-Kunden in Europa angekündigt. Das „Bring Your Own Encryption"-Modell erlaubt Unternehmen, ihre Verschlüsselungsschlüssel selbst zu kontrollieren – und zwar innerhalb der EU.
Konkret nutzt Eviden dafür sein Key Management System (KMS) in Verbindung mit Salesforce Hyperforce und Shield. Die Technik basiert auf sogenannten Confidential VMs und dem Hardware Security Module Proteccio. Dieses Gerät besitzt die höchste Sicherheitszertifizierung der französischen Cybersicherheitsbehörde ANSSI.
Das Ziel: Vor allem europäische Firmen sollen Salesforce-KI-Tools nutzen können, ohne ihre Datensicherheit zu gefährden.
Weitere Verträge im Juni
Parallel dazu hat Atos mehrere Aufträge an Land gezogen. Der Konzern wurde von der französischen Krankenhaus-IT-Einkaufszentrale CAIH ausgewählt. 2.500 Gesundheitseinrichtungen werden künftig von Atos betreut.
Hinzu kommt die Auslieferung des RRF-Projekts (Radio du Futur) an den Staatssicherheitsdienst ACMOSS. Das stärkt die Position von Atos im Bereich sicherer Kommunikation.
Laut einer Stellenanzeige – ein SAP-Architekt wird für Timisoara gesucht – gibt der Konzern seine aktuelle Größe mit rund 56.000 Mitarbeitern und 7,2 Milliarden Euro Umsatz an.
Aktie: Stabilisierung auf niedrigem Niveau
Die Aktie zeigte am Dienstag kaum Bewegung. Sie schloss bei 33,80 Euro, ein Minus von 0,06 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier mit 35,17 Prozent im Minus. Positiv: Der Kurs hat sich vom 52-Wochen-Tief bei 26,68 Euro erholt.
Die technischen Indikatoren bleiben schwach. Der RSI von 40,2 liegt unter der neutralen Marke. Der Kurs notiert 7,8 Prozent unter der 50-Tage-Linie und fast 24 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Das zeigt: Der Abwärtstrend ist intakt.
Marktbeobachter sehen eine technische Erholung vom Unterstützungsniveau um 33 Euro. Die Kennzahlen sind günstig: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,9 gilt die Aktie als niedrig bewertet. Allerdings lasten die Schulden auf dem Papier. Ein milliardenschwerer Bondrückkauf und Kredittilgungen laufen parallel zur operativen Erholung.
Der nächste Test für Atos: ob die 33-Euro-Marke hält. Und ob neue Aufträge das Vertrauen der Anleger zurückbringen.
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