Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt Ausblick: Verluste - Zollstreit und US-Finanzbranche im Fokus

Veröffentlicht: 14.10.2025 um 08:24 Uhr, dpa.de

Auf den Erholungsversuch am deutschen Aktienmarkt zum Wochenbeginn dürften am Dienstag leichte Gewinnmitnahmen folgen.

Vor den im Tagesverlauf erwarteten Quartalszahlen einiger der größten US-Banken herrscht Vorsicht. Sie eröffnen die Berichtssaison an diesem Tag, was ihnen besondere Aufmerksamkeit beschert. Zudem bleibt der Handelskonflikt zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften im Blick, denn China bekräftigte seine Absicht, den Handelsstreit mit den USA bis zum Ende ausfechten zu wollen, auch wenn die Tür für Verhandlungen offen bleibe.

Der X-Dax DE000A0C4CA0 als Indikator für den deutschen Leitindex DE0008469008 signalisierte knapp eine Stunde vor dem Xetra-Handel einen 0,6 Prozent tieferen Start bei 24.241 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 wird ebenfalls mit moderaten Verlusten erwartet.

Seit der Talfahrt am Freitag befinde sich der Dax wieder im Seitwärtstrend, erklärt Analyst Martin Utschneider von Robomarkets die Situation für den deutschen Leitindex aus charttechnischer Sicht. Bislang sei daher "nichts Dramatisches passiert", denn auf seiner Talfahrt am Freitag sei der Dax nicht unter 24.162 Punkte gefallen. Dies ist das Niveau, von dem aus dem Börsenbarometer zum Start in den Monat Oktober der Sprung nach oben bis auf das Rekordhoch von 24.771 Punkte gelungen war. Solange sich daran nichts ändere, bleibe der Weg nach oben, auch über die bisherige Bestmarke hinaus, offen, so Utschneider.

Am frühen Nachmittag geben dann JPMorgan US46625H1005 und Wells Fargo US9497461015 und dann Goldman Sachs US38141G1040 und die Citigroup US1729674242 ihre Zahlen zum dritten Quartal bekannt.

Unter den Einzelwerten hierzulande dürften Continental DE0005439004 wegen der überraschend heftigen Gewinnwarnung des Konkurrenten Michelin FR0000121261 unter Druck geraten. Auf Tradegate büßten sie vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss zwei Prozent ein.

Bewegen dürften auch die Abstufungen von BASF und der Hannover Rück. Beide Werte gaben vorbörslich auf Tradegate nach. So hat die kanadische Bank RBC Hannover Rück DE0008402215 nach einem Analystenwechsel von "Outperform" auf "Sector Perform" abgestuft. Ben Cohen sieht Positives in der Aktie des Rückversicherers bereits ausreichend reflektiert, etwa den umfangreichen Rückstellungsbestand im Bereich Schaden und Unfall oder ein stärkeres Wachstum in diesem Geschäftsfeld.

Die Privatbank Berenberg stufte BASF DE000BASF111 von "Hold" auf "Sell" ab. Der Chemiekonzern befinde sich in der unglücklichen Lage, dass das gute Portfoliomanagement aufgrund ungünstiger konjunktureller Rahmenbedingungen kaum Wirkung zeige, um den Aktienkurs anzukurbeln, begründete Analyst Sebastian Bray seine Verkaufsempfehlung.

Zum SDax teilte die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx am Vorabend mit, dass die Ceconomy DE0007257503-Aktie DE0007257503 am 15. Oktober nach dem Handelsschluss aus dem SDax DE0009653386 herausgenommen wird. Vom 16. Oktober an wird die Aktie des Spezialpharmaunternehmen Medios DE000A1MMCC8 ihren Platz einnehmen. Grund ist, dass der frei an der Börse handelbare Aktienanteil des sich in der Übernahme befindlichen Mutterkonzerns von Mediamarkt-Saturn unter zehn Prozent gefallen ist.

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