Protest gegen Trump-Regierung - StaatsanwĂ€lte treten zurĂŒck
14.01.2026 - 10:28:27 | dpa.deNach ĂŒbereinstimmenden Medienberichten traten mindestens sechs StaatsanwĂ€lte im Bundesstaat Minnesota zurĂŒck.
Anlass ist die Entscheidung der Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump, keine strafrechtlichen Ermittlungen gegen den beteiligten ICE-Beamten einzuleiten, stattdessen jedoch die Witwe des Opfers zu ĂŒberprĂŒfen. Vergangene Woche war die US-StaatsbĂŒrgerin Renee Nicole Good in Minnesota von einem ICE-Beamten erschossen worden.
Regierungsvertreter warfen der 37-JĂ€hrigen vor, sie habe versucht, den Beamten zu ĂŒberfahren. Videoaufnahmen des Vorfalls zeigen jedoch, dass der Beamte seitlich neben dem Fahrzeug stand, als dieses von ihm wegfuhr und der Schuss fiel. Der Vorfall löste Proteste aus und sorgte in mehreren StĂ€dten fĂŒr Anspannung.
Das Vorgehen wird weithin als deutliches Misstrauensvotum der StaatsanwĂ€lte gegen das Ministerium angesehen. Darunter ist auch Joseph H. Thompson, zuletzt Vizechef der US-Staatsanwaltschaft in Minnesota, der zuvor Ermittlungen zu einem groĂangelegten Sozialbetrug in dem Bundesstaat geleitet hatte.
Minnesotas Gouverneur Tim Walz schrieb auf X, die RĂŒcktritte seien "das jĂŒngste Anzeichen dafĂŒr, dass Trump unparteiische Karrierefachleute aus dem Justizministerium verdrĂ€ngt und sie durch seine Schmeichler ersetzt".
Nachdem der Bundesstaat Minnesota eine Klage gegen die Einwanderungsbehörde eingereicht hatte, verteidigte Trump die ICE-Beamten und bezeichnete sie auf seiner Onlineplattform Truth Social als "Patrioten". In Versalien schrieb er an die Einwohner Minnesotas: "DER TAG DER ABRECHNUNG UND DER VERGELTUNG NĂHERT SICH!" Dem US-Sender CNN zufolge ist fĂŒr Mittwoch eine Anhörung in der Klage angesetzt.
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