Wadephul, Lithium-Zusammenarbeit

Wadephul will stÀrkere Lithium-Zusammenarbeit mit Bolivien

10.11.2025 - 06:27:13 | dpa.de

Außenminister Johann Wadephul setzt angesichts der AbhĂ€ngigkeit von China bei Rohstoffen wie Lithium auf eine engere Partnerschaft mit Bolivien.

"Bolivien ist reich an Rohstoffen, vor allem im Bereich Lithium, das fĂŒr unsere Energiewende, fĂŒr die ElektromobilitĂ€t und fĂŒr viele andere Felder in Deutschland unverzichtbar ist", sagte der CDU-Politiker vor seinem Besuch im rohstoffreichen sĂŒdamerikanischen Bolivien.

Lithum ist ein wichtiger Rohstoff fĂŒr die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien - etwa fĂŒr E-Autos. Verwendet werden solche Batterien nicht nur in Elektrofahrzeugen, sondern auch in tragbarer Elektronik wie Smartphones und Laptops oder in der Solar- und Windenergie. Die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien wĂ€chst stĂ€ndig. Die Bundesregierung will in diesem Zusammenhang die AbhĂ€ngigkeit von China reduzieren.

Auch in Bezug auf Seltene Erden, die ebenfalls wichtige Rohstoffe sind, gebe es in Bolivien beeindruckende Möglichkeiten, fĂŒgte Wadephul hinzu und ergĂ€nzte: "Unser Potenzial fĂŒr Zusammenarbeit ist groß."

Wadephul trifft neuen PrĂ€sidenten und neuen Außenminister

Wadephul will in der im SĂŒdosten Boliviens gelegenen Stadt Santa Cruz mit dem als moderatem Reformer geltenden neuen PrĂ€sidenten Rodrigo Paz Pereira sprechen. Zudem sind Treffen mit dem neuen Außenminister Fernando Hugo Aramayo sowie mit Wirtschaftsvertretern geplant.

Boliviens PrĂ€sident Paz von der christdemokratischen Partei hatte im Oktober eine Stichwahl gewonnen. Die Wahl beendet eine fast zwei Jahrzehnte wĂ€hrende Ära linker Regierungen, die lange vom Machtkampf zwischen Ex-PrĂ€sident Evo Morales und dem scheidenden Staatschef Luis Arce von der linken Partei "Movimiento al Socialismo" (MAS) geprĂ€gt war.

Paz ist mit Herausforderungen wie einer Wirtschaftskrise konfrontiert. Der Binnenstaat, der ungefĂ€hr dreimal so groß wie Deutschland ist, aber nur etwa zwölf Millionen Einwohner hat, zĂ€hlt zu den Ă€rmsten LĂ€ndern SĂŒdamerikas.

Neue Regierung mit großen Herausforderungen

Wadephul sagte, PrĂ€sident Paz habe angekĂŒndigt, Bolivien zur Welt hin zu öffnen. "Darin hat Bolivien unsere volle UnterstĂŒtzung." Das Land könne als Mercosur-Mitglied zudem perspektivisch dem EU-Mercosur-Abkommen beitreten, bei dem man sich auf der Zielgeraden befinde. "Das wĂ€re ein zusĂ€tzlicher Booster fĂŒr die deutsch-bolivianischen Wirtschaftsbeziehungen."

Über das Abkommen zwischen der EU und den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay wird seit 1999 verhandelt. Die neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern wĂ€re nach Angaben der EU-Kommission die weltweit grĂ¶ĂŸte dieser Art und soll auch ein Zeichen gegen die protektionistische Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump setzen. Geplant ist, Zölle und Handelsbarrieren zwischen der EU und den Mercosur-Staaten weitestgehend abzubauen.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 68343200 |