AXT, Aktie

AXT Aktie: 22,3 Millionen Dollar von Coherent

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 04:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de

AXT sichert sich durch strategischen Liefervertrag mit Coherent einen Großkunden und Kapital für den Produktionsausbau.

AXT-Aktie: Milliardendeal mit Coherent treibt Kurs an
Abstrakte Darstellung der Halbleiterindustrie mit Fokus auf fortschrittliche Materialien und Präzisionsfertigung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

AXT steht vor einer entscheidenden Phase. Der US-Halbleiterzulieferer hat einen strategischen Liefervertrag an Land gezogen, der dem Unternehmen nicht nur einen Großabnehmer, sondern auch frisches Kapital für den Ausbau der Fertigung sichert.

Die Aktie reagierte positiv und notierte am Mittwoch bei 52,22 Euro – ein Plus von 5,41 Prozent innerhalb einer Woche. Dennoch liegt das Papier rund 59 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 128,55 Euro im Mai 2026.

Liefervertrag mit Coherent

Die Tochterfirma AXT-Tongmei hat mit dem US-Konzern Coherent Corp. einen Dreijahresvertrag über 6-Zoll-Indiumphosphid-Wafer abgeschlossen. Die Vereinbarung läuft bis Juni 2029. Ein zentraler Punkt: Coherent leistet eine Vorauszahlung von 22,3 Millionen Dollar.

Dieses Geld will AXT in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Peking stecken – geplant für 2026 bis 2028. Der Deal bringt dem Unternehmen also gleich zweifachen Nutzen: einen festen Kunden und das nötige Kapital, um die Fertigung hochzufahren.

Schon der zweite Großauftrag

Der Coherent-Vertrag ist nicht der einzige Erfolg. Bereits zuvor hatte AXT-Tongmei einen langfristigen Indiumphosphid-Auftrag von Nanjing Casela Technologies erhalten. Das Volumen: rund 25,4 Millionen Dollar.

Dieser Vertrag enthält eine Abnahmeverpflichtung von mindestens 80 Prozent und sieht Vertragsstrafen bei Kündigung vor. Die Vereinbarung schafft zusätzliche Planungssicherheit.

AXT stellt hochleistungsfähige Substratwafer her – unter anderem aus Indiumphosphid, Galliumarsenid und Germanium. Diese Materialien kommen dort zum Einsatz, wo herkömmliche Siliziumwafer an ihre Grenzen stoßen: in KI-Rechenzentren, 5G-Infrastruktur und optischen Netzen.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Anleger warten nun auf die Zahlen für das zweite Quartal 2026. Die Veröffentlichung ist für Ende Juli geplant. Dann zeigt sich, ob sich die neuen Lieferverträge bereits im operativen Geschäft niederschlagen.

Der RSI von 37,3 signalisiert indes, dass die Aktie technisch bereits überverkauft ist. Die annualisierte Volatilität von 130 Prozent unterstreicht das hohe Risiko – aber auch die Chance auf eine schnelle Erholung, falls die Fundamentaldaten überzeugen.

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