Banaszak, Klimaschutz

Banaszak: 180-Grad-Wende beim Klimaschutz muss jetzt kommen

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 14:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Bundesregierung ist bei der Beurteilung der Klimafolgen aus Sicht der GrĂŒnen mit einiger VerspĂ€tung in der RealitĂ€t angekommen.

Einen daraus abgeleiteten Politikwechsel kann der Parteivorsitzende Felix Banaszak bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) jedoch bislang nicht erkennen.

Mit Blick auf dessen Besuch im Waldbrandgebiet HĂŒrtgenwald am Wochenende sagt der GrĂŒnen-Co-Chef: "Nach Wochen des Schweigens hat Friedrich Merz erstmals die verheerenden Auswirkungen der Klimakrise offen benannt." GlaubwĂŒrdig werde der Kanzler aber erst dann, wenn er aus dieser Feststellung einen grundsĂ€tzlichen Kurswechsel in der Klima- und Energiepolitik ableite, am besten schon bei der Kabinettsklausur in dieser Woche.

Merz sieht Bund, LĂ€nder und Gemeinden in der Pflicht

Merz hatte bei seinem Besuch in der Eifelgemeinde gesagt: "Und ich will allen Leugnern des Klimawandels sagen: Schauen Sie sich das genau an, was hier passiert ist." Man werde alles tun, um den Klimawandel zurĂŒckzudrĂ€ngen, "aber wir mĂŒssen auch mit dem Klimawandel leben". Darauf vorbereitet zu sein, sei eine Aufgabe des Bundes, der LĂ€nder und der Gemeinden.

Merz habe in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) alles dafĂŒr getan, die Energie- und WĂ€rmewende auszubremsen und ambitionierten Klimaschutz auf europĂ€ischer Ebene zu blockieren, kritisiert Banaszak. "Jetzt braucht es eine 180-Grad-Wende", fĂŒgt er hinzu. Ihm begegneten ĂŒberall in Deutschland Menschen, die den Eindruck hĂ€tten, die Bundesregierung lasse sie mit Hitze, DĂŒrre und Niedrigwasser alleine. Friedrich Merz mĂŒsse nun das Vertrauen von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern zurĂŒckgewinnen und "beweisen, dass sinnvolle Politik ĂŒber Ideologie siegt".

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