Banco, Sabadell

Banco de Sabadell: Einstieg in Qivalis-Konsortium

21.05.2026 - 05:42:59 | boerse-global.de

Sabadell beendet Verkaufsprozess der TSB-Technologieplattform und beteiligt sich an einem europäischen Stablecoin-Projekt. Analysten bewerten die Neuausrichtung positiv.

Banco de Sabadell: Einstieg in Qivalis-Konsortium - Foto: über boerse-global.de
Banco de Sabadell: Einstieg in Qivalis-Konsortium - Foto: über boerse-global.de

Banco de Sabadell richtet sich neu aus. Der spanische Konzern stoppt den geplanten Verkauf seiner TSB-Technologieplattform und sucht nun nach anderen Optionen. Parallel dazu steigt die Bank in ein europäisches Vorhaben für einen eurogedeckten Stablecoin ein.

Beides passt zusammen. Sabadell trennt sich von Altlasten, will die technologische Basis aber nicht zu jedem Preis abgeben. Zugleich sucht die Bank Anschluss an einen Markt, der für künftige Zahlungen an Bedeutung gewinnen könnte.

TSB-Plattform bleibt vorerst im Haus

Die Technologieplattform von TSB steht mit einem Buchwert von 250 Millionen Euro in den Büchern. Nach dem Verkauf der TSB-Einheit war sie als mögliche Veräußerung vorgesehen. Nun hält Sabadell den Prozess an und prüft Alternativen.

Hinter dem Schritt dürfte auch das begrenzte Kaufinteresse stehen. Die Plattform hängt mit früheren Integrationsproblemen und alten IT-Strukturen zusammen. Für die Bank ist das heikel, weil solche Systeme oft teuer bleiben, selbst wenn sie nicht mehr ins Kerngeschäft passen.

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Einstieg in den Stablecoin-Markt

Mit dem Beitritt zum Qivalis-Konsortium setzt Sabadell auf ein anderes Zukunftsthema. Das Bündnis umfasst inzwischen 37 Finanzinstitute aus 15 Ländern und will in der zweiten Hälfte 2026 einen MiCA-konformen Stablecoin auf Euro-Basis starten.

Das Projekt zielt auf eine regulierte Alternative zu den derzeit von US-Dollar-gebundenen Coins dominierten Strukturen. Der geplante digitale Euro-Ersatz soll Zahlungen schneller und effizienter machen. Die Aufsicht liegt bei der niederländischen Zentralbank.

Analysten sehen Rückenwind

Auch am Markt kommt die strategische Neuausrichtung an. Deutsche Bank bestätigte nach den Zahlen zum ersten Quartal die Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 3,80 auf 3,95 Euro an. Als Stütze gilt vor allem der Fokus auf den Heimatmarkt Spanien.

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Hinzu kommt ein freiwilliges Vorruhestandsprogramm, das jährlich rund 40 Millionen Euro einsparen soll. Für viele Beobachter ist genau diese Kombination aus Kostensenkung, schlankerer Struktur und digitalem Ausbau derzeit der eigentliche Investmentfall.

Die Aktie notierte zuletzt bei 3,39 Euro und liegt damit knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,48 Euro. Über zwölf Monate hat der Titel um 22,21 Prozent zugelegt und notiert klar über den gleitenden Durchschnitten von 50, 100 und 200 Tagen. Der hohe RSI von 84,7 signalisiert allerdings, dass die kurzfristige Dynamik bereits sehr weit gelaufen ist.

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