Bank, Ireland

Bank of Ireland: Immobilienmarkt kühlt auf 4 Prozent ab

28.05.2026 - 19:34:15 | boerse-global.de

Irische Hauspreise steigen 2026 nur noch halb so stark. Bank of Ireland überzeugt mit Gewinn, Dividende und Aktienrückkauf.

Bank of Ireland: Immobilienmarkt kühlt auf 4 Prozent ab - Foto: über boerse-global.de
Bank of Ireland: Immobilienmarkt kühlt auf 4 Prozent ab - Foto: über boerse-global.de

Die irische Immobilienrally verliert an Tempo. Die Bank of Ireland rechnet für 2026 mit einem Preisanstieg von rund 4 Prozent – halb so stark wie im Vorjahr mit 7 Prozent. Grund ist steigendes Angebot: Rund 40.000 Neubauten könnten dieses Jahr fertiggestellt werden.

Das zeigt eine aktuelle Analyse des Geldhauses. Im ersten Quartal legten die Preise laut MyHome-Index nur um ein Prozent zu. Der Medianpreis liegt bei 385.000 Euro. Gleichzeitig ziehen die Verkaufspreise weiter an: Im April und Mai lagen sie im Schnitt 6,7 Prozent über den ursprünglichen Listenpreisen. Die Nachfrage bleibt robust.

Die Aktie notiert am Donnerstag bei 17,43 Euro – ein minimales Minus von 0,68 Prozent. Sie liegt damit nur knapp zwei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 17,79 Euro. Der relative Stärkeindex von 87,5 deutet allerdings auf eine überkaufte Situation hin.

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Starke Bilanz, hohe Rückflüsse

Mit den Geschäftszahlen kann die Bank ebenfalls punkten. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete sie einen Vorsteuergewinn von 1,4 Milliarden Euro. Das Management peilt bis 2028 ein Kreditwachstum von jährlich 6 Prozent an, ein Plus von 10 Prozent bei den verwalteten Vermögen – und eine Eigenkapitalrendite von über 16 Prozent.

Aktionäre profitieren direkt. Die Dividende liegt bei 0,70 Euro je Aktie. Dazu kommt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm über 530 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit "Kaufen".

LSE-Delisting in Sicht

Ein strategischer Einschnitt zeichnet sich ab. Die Aktionäre prüfen derzeit einen Vorschlag, die Bank von der Londoner Börse zu nehmen. Nach einer ersten Diskussion auf der Hauptversammlung im Mai soll Ende Juni eine formelle Entscheidung fallen.

Kommt das Delisting, wäre das ein weiterer Schritt der Konzentration auf den Heimatmarkt. Die Bank of Ireland wäre dann nur noch in Dublin notiert – ein logischer Schritt angesichts ihres klaren Fokus auf das irische Immobilien- und Firmenkundengeschäft.

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