Barometer sieht fĂŒr Arbeitsmarkt 'Licht am Ende des Tunnels'
Veröffentlicht am: 26.09.2025 um 14:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Arbeitsmarktbarometer des Instituts fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg zum sechsten Mal in Folge und legte im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 100,7 ZĂ€hler zu. Der FrĂŒhindikator gilt als wichtige Orientierung fĂŒr die Entwicklung von Arbeitslosigkeit und BeschĂ€ftigung in den kommenden Monaten.
Entlastung fĂŒr zweite HĂ€lfte 2026 prognostiziert
Die NĂŒrnberger Bundesagentur fĂŒr Arbeit wird am kommenden Dienstag ihre Statistik fĂŒr den Monat September vorstellen. Die Vorstandsvorsitzende der Agentur, Andrea Nahles, hatte eine spĂŒrbare Entlastung des Arbeitsmarktes erst fĂŒr die zweite HĂ€lfte des kommenden Jahres prognostiziert.
Besonders die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit zeigte eine deutliche Verbesserung. Sie kletterte im September um 0,4 Punkte auf 100,7 ZÀhler und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. "Die Arbeitsagenturen sehen bei der Arbeitslosigkeit Licht am Ende des Tunnels", sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen.
BeschÀftigung wÀchst nicht mehr
Weniger dynamisch zeigt sich hingegen die BeschĂ€ftigungskomponente. Sie ging leicht um 0,1 Punkte zurĂŒck und liegt nun bei 100,6 ZĂ€hlern. Damit bewegt sich der Indikator zwar weiterhin im positiven Bereich, signalisiert aber eine Stagnation. "Das Wachstum beim ArbeitskrĂ€ftepotenzial bleibt mittlerweile aus. Damit kann zwar die Arbeitslosigkeit eher sinken, fĂŒr einen starken BeschĂ€ftigungsaufbau reicht es aber nicht mehr", erklĂ€rte Weber.
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer wird seit November 2008 erhoben. Es basiert auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen durch die Bundesagentur fĂŒr Arbeit. Werte oberhalb der neutralen Marke von 100 Punkten deuten auf eine positive, Werte darunter auf eine negative Entwicklung hin.
