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Barrick Mining Aktie: Renaissance Technologies baut um 336 Prozent auf

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 20:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz eines ungelösten Joint-Venture-Streits mit Newmont stockt ein Hedgefonds seine Barrick-Beteiligung drastisch auf.

Barrick Mining: Renaissance Technologies erhöht Anteil massiv
Moderne Tagebau-Mine bei Sonnenaufgang mit weiten Erdschichten und industrieller Ästhetik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während große institutionelle Investoren ihre Positionen bei Barrick Mining massiv ausbauen, belastet ein schwelender Konflikt mit dem Partner Newmont die operative Perspektive im wichtigen Goldsektor in Nevada. Der Hedgefonds Renaissance Technologies hat seine Beteiligung im ersten Quartal 2026 um rund 335,8 Prozent auf nun über 5,47 Millionen Aktien aufgestockt. Zeitgleich bestätigte der Partner Newmont, dass die Differenzen im gemeinsamen Joint Venture Nevada Gold Mines (NGM) weiterhin ungelöst sind.

Konflikt im Joint Venture verschärft sich

Die Spannungen zwischen den beiden weltweit führenden Goldproduzenten betreffen den weltweit größten Goldbergbau-Komplex. Barrick Mining hält 61,5 Prozent an dem Joint Venture und fungiert als Betreiber, während Newmont die restlichen 38,5 Prozent hält. Newmont-CEO Natascha Viljoen erklärte jüngst, dass die Probleme im operativen Betrieb anhalten. Bereits im Februar hatte Newmont eine förmliche Inverzugsetzung gegen Barrick eingereicht.

Im Kern des Streits stehen unter anderem die Bewertung des Fourmile-Projekts sowie Überlegungen zu einer Abspaltung der nordamerikanischen Gold-Assets. Barrick hatte Ende 2025 angekündigt, eine solche Struktur zu prüfen, um den Marktwert seiner regionalen Aktivitäten besser sichtbar zu machen. Die Verhandlungen über eine Lösung der operativen Unstimmigkeiten blieben laut aktuellen Berichten bislang ohne Ergebnis.

Finanzielle Dynamik und Analysteneinstufung

Trotz der internen Spannungen profitiert Barrick von einem stabilen Marktumfeld, in dem sich der Goldpreis über der Marke von 4.000 US-Dollar pro Unze etabliert hat. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 5,22 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem die Erlöse bei 3,13 Milliarden US-Dollar gelegen hatten.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) belief sich auf 0,98 US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, als Barrick ein bereinigtes EPS von 0,35 US-Dollar verzeichnete, konnte die Profitabilität somit deutlich gesteigert werden. Anleger erhielten für das Quartal eine Dividende von 0,175 US-Dollar je Aktie.

Die Analysten von Wall Street Zen stuften die Aktie am heutigen Samstag von „Strong Buy“ auf „Buy“ herab. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt aktuell bei 52,46 US-Dollar. Mit einem institutionellen Besitz von über 90 Prozent bleibt die Aktie fest in der Hand großer Vermögensverwalter, auch wenn Gabelli Funds seine Position zuletzt um 7,4 Prozent reduzierte.

Kursentwicklung im Branchenkontext

An der Börse konnte die Barrick-Aktie die operative Dynamik bisher nur bedingt in Kursgewinne umsetzen. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier eine Entwicklung von -12,46 Prozent. Damit notiert der Kurs deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 74,00 CAD, das Ende Januar 2026 erreicht wurde. Der Abstand zu diesem Höchststand beträgt aktuell -29,27 Prozent.

Branchenexperten führen die Kurszurückhaltung unter anderem auf die anhaltenden operativen Reibungsverluste und die allgemeine Konsolidierung im Sektor zurück. Während viele Goldbergbau-Unternehmen im zweiten Quartal 2026 Rekord-Cashflows verzeichneten, bleibt bei Barrick die Frage der künftigen Struktur des Nordamerika-Geschäfts der zentrale Faktor für die Marktbewertung.

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